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Wissenschaft erklärt - So beeinflussen dunkle Räume unsere Wahrnehmung

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Wissenschaft erklärt - So beeinflussen dunkle Räume unsere Wahrnehmung

Dunkle Küchenfronten, anthrazitfarbene Sofas oder satte Grüntöne an den Wänden gelten für viele als stilvoll und wohnlich. Dennoch haben manche Menschen das Gefühl, dass solche Räume kleiner oder gedrungener wirken. Wie ein Raum auf uns wirkt, hängt tatsächlich nicht allein von der gewählten Farbe ab. Entscheidend ist vielmehr, wie Licht, Helligkeit und räumliche Proportionen zusammenspielen und vom Gehirn wahrgenommen werden.

Die Wirkung eines Raumes hängt stark davon ab, wie viel Licht in unser Auge gelangt. Eine große Auswertung mehrerer Studien zu Licht und Emotionen in Innenräumen zeigt, dass helle Räume häufig als freundlicher, offener und aktivierender wahrgenommen werden. Dunkle Umgebungen verbinden viele Menschen dagegen mit Ruhe, Geborgenheit und Rückzug, schreibt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer).

Deshalb setzen Innenarchitekten in Wohn- oder Schlafzimmern oft auf dunklere Farben. Gleichzeitig weisen Forscher darauf hin, dass dunkle Räume schnell kleiner oder geschlossener wirken können.

Erkenntnisse aus der Hirnforschung liefern einen möglichen Hinweis auf diesen Effekt. Wissenschaftler der Monash-Universität entdeckten bei Mäusen einen direkten Signalweg zwischen Auge und Amygdala, einer Hirnregion, die an der Verarbeitung von Angst beteiligt ist.

In den Experimenten verringerte Licht die Aktivität bestimmter Nervenzellen in diesem Bereich. Zwar lassen sich die Ergebnisse nicht direkt auf Menschen übertragen, sie könnten aber erklären, warum helle Umgebungen oft als angenehmer empfunden werden. Evolutionsbiologisch erscheint das plausibel, weil wir unsere Umgebung bei Helligkeit besser einschätzen können.

Besonders wichtig scheint Tageslicht zu sein. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 wertete 74 Studien zum Einfluss von Licht auf das Wohlbefinden aus. Wer viel Licht abbekam, fühlte sich demnach tendenziell wohler.

Die Forschung liefert keine überzeugenden Hinweise darauf, dass dunkle Wandfarben der Psyche schaden. Schwierig wird es erst, wenn dunkle Oberflächen das ohnehin knappe Licht zusätzlich schlucken. Dann können Räume kleiner, geschlossener und weniger einladend wirken. Entscheidend ist also die Helligkeit, die am Ende im Raum ankommt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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