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Kultur

Vor der Landtagswahl: Sachsen-Anhalts Grüne wollen neue Regierung stabilisieren

Stern ·
Vor der Landtagswahl: Sachsen-Anhalts Grüne wollen neue Regierung stabilisieren

Die Grünen wollen wieder in den Landtag einziehen und wie einst in der Kenia-Koalition Verantwortung übernehmen.

Ex-Vizekanzler Habeck liefert Unterstützung im Wahlkampf.

Die Grünen wollen in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl verlässlicher Teil der Landesregierung sein. „Wir machen das Angebot von Stabilität, wir machen das Angebot von sachlicher, konstruktiver Arbeit in der Mitte der Gesellschaft“, sagte Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz in Magdeburg. „Wir machen das Angebot natürlich, auch Sven Schulze vor uns herzutreiben bei bestimmten Themen.

Aber wir haben ein gutes Verhältnis, der Herr Schulze und ich, wir duzen uns.

Inzwischen hat er auch gelernt, dass es Suse heißt und nicht Susi.“ Ministerpräsident Sven Schulze ist bei der Landtagswahl Spitzenkandidat der CDU, die derzeit deutlich hinter der AfD liegt.

Natürlich werde es Kompromisse geben müssen. „Natürlich sind diese Kompromisse schwieriger, wenn wir in einer so breiten demokratischen Gruppe darum ringen müssen.“ Die Demokraten würden aus unterschiedlichen Perspektiven um Lösungen für dieselben Probleme im Land ringen.

Die Grünen hätten in der Kenia-Koalition einst bewiesen, dass sie ein verlässlicher Partner seien, sagte Sziborra-Seidlitz. „Wir waren der Anker dieser Landesregierung, das hat sich manchmal in der Öffentlichkeit und in den Zeitungen nicht so gelesen und hat nicht so ausgesehen, aber wir waren verlässlich in dieser Landesregierung und das ist das Angebot, das wir machen.“ Von 2016 bis 2021 regierten CDU, SPD und Grüne gemeinsam.

Umfragen sehen die Grünen derzeit bei sechs Prozent und damit knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Die Spitzenkandidatin sagte, die sechs Prozent in den Umfragen fühlten sich derzeit stark an und gäben ein gutes Gefühl und „wahnsinnigen Enthusiasmus für den Endspurt“.

Sziborra-Seidlitz weiter: „Wir sehen, dass es erreichbar ist, diese rechtsextreme Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern.“ Der grüne Ex-Vize-Kanzler Robert Habeck, der nach Magdeburg gekommen war, um den Landtagswahlkampf seiner Partei zu unterstützen, betonte die Bedeutung der Wahl. „In der Tat, wichtiger kann eine Landtagswahl nicht sein“.

Habeck sagte: „Es ist schwieriger von 3 auf 6 zu kommen als von 20 auf 23“ und „es ist eine ganz andere Kraftanstrengung nötig, um „in dieser Todeszone der Politik dieses Momentum zu machen“.

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