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Deutschland

Kreativer Unterricht - Lehrer setzen auf KI und Schnitzeljagd

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Kreativer Unterricht - Lehrer setzen auf KI und Schnitzeljagd

Lehrermangel, schlechte Pisa-Ergebnisse, volle Klassen: Deutschlands Schulen stehen vor großen Herausforderungen. Umso bemerkenswerter sind Lehrer, die mit kreativen Ideen ihre Schüler fürs Lernen begeistern. Sie nutzen KI, schicken Kinder auf digitale Schnitzeljagden durch die Natur oder machen aus einer Klassenarbeit einen Escape Room. Unterricht, über den Schüler noch nach Schulschluss sprechen. BILD stellt drei von ihnen vor.

Thomas Gerl (55), Bio- und Chemielehrer vom Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien (Bayern), schickt seine Schüler auf digitale Schnitzeljagd. Auf dem Handy lernen sie, wie bestimmte Pflanzen oder Tiere aussehen. Danach geht es raus auf Wiese, Feld oder in den Wald. Die Aufgabe: finden, beobachten, wiedererkennen. „Man sieht nur, was man weiß“, sagt Thomas Gerl.

Statt über Smartphones zu schimpfen, macht Gerl sie zum Unterrichtswerkzeug. Angefangen hat alles während der Corona-Zeit. „Weil die Schüler nicht mehr in die Schule kommen konnten, drehte ich kurze Naturvideos für sie“, sagt Gerl. „Ich hab dann gesagt, solange es Corona gibt, poste ich euch jeden Tag ein kleines Filmchen.“ Weil es allen Spaß brachte, machte der Lehrer auch nach Corona weiter.

Aus dieser Idee entstand sein Projekt BISA. Ziel: Kinder sollen wieder wissen, wie die Tiere und Pflanzen heißen, die direkt vor ihrer Haustür leben und wachsen. Gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickelt Gerl dafür Unterrichtsmaterial und Naturprojekte.

Nach Schulschluss dreht Thomas Gerl Instagram-Videos. Für seine ungewöhnlichen Unterrichtsideen erhielt er den Deutschen Lehrerpreis und den Bayerischen Staatspreis.

Nadine R. erlebt jeden Tag, wie unterschiedlich die Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler sind. Deshalb gestaltet die Lehrerin einer berufsbildenden Schule in Rheinland-Pfalz einen Unterricht, in dem die Jugendlichen aktiv werden statt nur zuzuhören. Ihr Grundsatz: „Schülerinnen und Schüler müssen im Unterricht möglichst viel selbst tun.“ Sie sollen „selbst denken, sprechen, ausprobieren und auch Fehler machen dürfen“.

Dabei setzt die 45-Jährige längst auch auf Künstliche Intelligenz . Die Lehrerin nutzt sie fast täglich, um Aufgaben an unterschiedliche Leistungsstände anzupassen oder Materialien zu entwickeln. „KI ist für mich ein Werkzeug, kein Autopilot“, sagt sie. Die Zeit, die sie dadurch spart, investiert sie lieber dort, wo Technik an ihre Grenzen stößt: bei den Menschen. „Im besten Fall schafft sie mir mehr Zeit für das Persönliche.“ Besonders wichtig sind ihr die Momente, in denen Jugendliche über sich selbst hinauswachsen. „Ich erlebe immer wieder, dass Schülerinnen und Schüler dadurch Aufgaben schaffen, bei denen sie vorher sehr schnell gesagt hätten: Das kann ich sowieso nicht.“

Im Physikunterricht von Matthias Harnischmacher (30) bauen Sechstklässler ein elektrisches Haus. In der 8. Klasse werden Raketen konstruiert und gestartet. Zehntklässler diskutieren bei einer Energiekonferenz über die Energieversorgung der Zukunft.

Selbst Prüfungen laufen bei ihm anders ab. Statt nur Antworten auf Papier zu schreiben, müssen Schüler in Escape-Rooms ihr Physik-Wissen einsetzen, um Rätsel zu lösen und ans Ziel zu kommen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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