Saarbrücken ist gewarnt - Paetow schleudert sich bei Preußen fest
Flutlicht an, ausverkaufter Heimbereich. Dazu ein gut gefüllter Gäste-Block. Münster freut sich auf einen echten Drittliga-Kracher vor (fast) vollen Rängen…
Das Duell der Bundesliga-Gründungsmitglieder am Mittwochabend an der Hammer Straße (19 Uhr/live bei Magenta Sport) verspricht Brisanz und Hochspannung. „Der 1. FC Saarbrücken ist ein echtes Schwergewicht,“ lobt „Adler-Coach“ Thomas Wörle (46) die Saarländer und fährt fort, „sie verfügen über enorm viel Erfahrung.“
Die Hausherren wollen in erster Linie mit jener Mentalität dagegen halten, die schon zuletzt der Grundstein für die beiden Siege gegen den TSV Havelse und Stuttgart II (jeweils 2:1) war.
Zudem setzen sie auf ihre Standards. Und damit vor allem auf die Wurfkraft von Torge Paetow (31). Der Vertreter des verletzten Abwehrchefs Niko Koulis (27/muskuläre Probleme) gilt als bester Einwerfer der Liga. Keiner schleudert die Kugel weiter und präziser als er. Gemessen fast 40 Meter. Wörle anerkennend: „Eine echte Waffe.“
Die auch gegen den „kleinen VfB“ wieder ihre Wirkung zeigte und den Ausgleich durch Marvin Schulz junior (22/11.) einleitete. Mit dieser Qualität hat er sich – zumindest aktuell – seinen Platz in der schwarz-weiß-grünen Startelf und Dreierkette gesichert. Wörle bestätigt: „Weil‘s Torge einfach unfassbar gut macht.“
Natürlich sind auch die Saarländer gewarnt. Ex-Preuße Florian Pick (31), inzwischen Kapitän und Top-Scorer beim FCS (2 Tore/6 Assists): „Seine Einwürfe sind gefährlicher und schärfer als so manche Flanken. Da müssen wir höllisch aufpassen.“
Momentan liegt er mit seinem Team in der Tabelle nur einen Punkt hinter den „Schwarz-Weiß-Grünen“ auf Platz 4. Zuletzt gab's aber daheim überraschend eine 0:1-Pleite gegen Ingolstadts „Mauer-Meister“. In Münster erwartet sie jedoch eine völlig andere Aufgabe. Weil auch die „Adlerträger“ lieber den Ton angeben, als nur hinten drinzustehen. Wobei Wörle klarstellt: „Flexibilität ist ebenfalls wichtig, um auf unterschiedliche Situationen während der laufenden Partie reagieren zu können.“
Beim Versuch, den ersten Sieg-Hattrick in dieser Saison einzutüten, muss Münsters Trainer weiterhin auf zahlreiche Profis verzichten. Neben Simon Scherder (33) und Malik „Batman“ Batmaz (26/jeweils in der Reha nach Kreuzbandrissen) fehlen nach wie vor Marvin Schulz senior (31), Luca Bolay (24/beide nach Innenbandanrissen), „Schweden-Oscar“ Vilhelmsson (22/muskuläre Probleme) sowie Offensiv-Routinier Joshua Mees (30/Grippe).
Saarbrücken ist nach Stuttgart die zweite von drei Herausforderungen in dieser ersten „Englischen Woche“, die am Sonntag mit dem schwierigen Auswärts-Auftritt bei Waldhof Mannheim (20.9./ 13.30 Uhr) endet. Wegen der Dauerbelastung schließt Wörle eine Aufstellungs-Änderung gegen das Team von der Saar nicht aus: „Wir haben viele junge Spieler – aber auch eine enorme Breite – im Kader und müssen das Spiel über 90 Minuten denken. Dafür ist es wichtig und gut, eine gewisse Wucht auf der Bank zu haben, auf die wir jederzeit zurückgreifen können.“
Sowie auf Paetow, der möglichst für ein Saarbrücker „Schleudertrauma“ sorgen soll…
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