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Kultur

Sorge vor Gewalt: „Wir haben die Schnauze voll!“ - Frankreich vor Protesttag

Stern ·
Sorge vor Gewalt: „Wir haben die Schnauze voll!“ - Frankreich vor Protesttag

Hohe Kosten für Lebensmittel, Energie und Benzin bringen Menschen auf die Straße.

Anders als sonst kommt der Protestaufruf diesmal über soziale Medien – könnte eine neue Gelbwestenbewegung entstehen? Zu landesweiten Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich werden an diesem Samstag bei zahlreichen Demonstrationszügen, Kundgebungen und Aktionen zehntausende Teilnehmer erwartet.

Die Behörden befürchten Blockadeaktionen, Ausschreitungen und Gewalt und kündigten ein hartes Durchgreifen der Polizei an.

Knapp sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl will die Regierung verhindern, dass die Schülerproteste der vergangenen Wochen in eine allgemeine Protestwelle münden.

Warum gehen die Menschen gerade jetzt auf die Straße? Herbstzeit ist Protestzeit in Frankreich und wenn die Politiker sich an die Haushaltsberatungen machen, demonstrieren die Menschen regelmäßig gegen Einsparungen.

Jetzt kommen Unzufriedenheit und Probleme in vielen Bereichen zusammen: Benzin, Lebensmittel und Energie sind teuer, viele Menschen müssen mit geringen Gehältern auskommen, die Landwirtschaft hat nach einem Dürresommer mit Problemen zu kämpfen, Schülerinnen und Schüler sind die schlechte Ausstattung ihrer Schulen satt.

Wer demonstriert an diesem Samstag? Anders als sonst kamen die Protestaufrufe zu Demos und Aktionen nicht von den großen Gewerkschaften, sondern aus den sozialen Medien. „On en a marre!“ (wir haben die Schnauze voll!), lautet dort das Motto für die Proteste.

Neben Schülern und Studenten, die in den vergangenen Wochen bereits auf die Straßen gingen, werden Menschen aus verschiedensten Bereichen erwartet, die Unzufriedenheit etwa mit der Sozialhilfe , den Löhnen, der Entwicklung benachteiligter Viertel oder dem Einsatz für den Klimaschutz zum Ausdruck bringen wollen.

Wie reagiert die Regierung - und wo liegen ihre Grenzen? Alle protestierenden Gruppierungen eint die Forderung, dass die Regierung, die Politik, der Staat schlechthin die Probleme lösen soll, viele Menschen fühlen sich ungenügend unterstützt oder im Stich gelassen.

Dabei hat die Regierung bereits für Menschen mit schmalem Einkommen Tankhilfen und Zuschüsse für die Energierechnung gezahlt oder zugesichert.

Landwirte sollen Hilfen bekommen und für die über Unterrichtsausfall klagenden Schüler wurden 3.000 Vertretungskräfte organisiert.

Präsident Emmanuel Macron aber hat auch betont, dass der Krieg im Nahen Osten mit all seinen Folgen und andere Konflikte nicht in der Hand Frankreichs liegen.

Premierminister Sébastien Lecornu sagte, viele Probleme der Menschen im Moment seien nicht hausgemacht und die Regierung könne nicht - wie früher oft geschehen - auf jede Krise mit Milliardenhilfen reagieren.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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