Geschlechterrollen angeboren?: Mädchen vs. Jungen - schon Säuglinge haben leicht unterschiedliche Interessen
Schon im Kindergarten sieht man viele Mädchen bei Spielen wie "Mutter, Vater, Kind", Jungen flitzen umher und bauen Türme. Seit Langem wird diskutiert: Ist dieses Verhalten angeboren oder doch eher anerzogen? Eine aktuelle Untersuchung liefert einen Aspekt für die Antwort.
Wie stark sind Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen anerzogen statt angeboren? Diskutiert und erforscht wird das schon seit Jahrzehnten - für einen Aspekt legt ein Forschungsteam nun ein Studienergebnis vor: Unterschiede bei der Aufmerksamkeit für bestimmte Dinge gibt es demnach schon bei Neugeborenen. Männliche Säuglinge widmen dem Betrachten sozialer Reize - wie Gesichtern - einen kleineren Zeitanteil als weibliche, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Biology of Sex Differences" .
Frauen als soziale Wesen, die die Familie zusammenhalten, - und Männer als "Mann fürs Grobe": technisch interessiert und versiert, aber häufiger mal mit Defiziten im Sozialen. Solche oder ähnliche Bilder von den Geschlechtern stecken in vielen Köpfen. Schon im Kindergarten sind Mädchen gerne bei Spielen wie "Mutter, Vater, Kind" dabei, während Jungs eher umherflitzen oder in der Bauecke werkeln. Seit Langem schwelt die Frage: Ist das angeboren? Oder doch eher anerzogen?
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