Am Hauptbahnhof angebunden - Gestohlen und ausgesetzt? Hund aufgefunden
Bremen – Sein Blick geht direkt ins Herz. Traurig schaut der kleine Hund mit seinen dunklen Knopfaugen ins Leere. Er trägt ein graues Mäntelchen und versteht die Welt nicht mehr. Denn anstatt bei seinem Menschen zu sein, wurde dieses süße Fellknäuel einfach am Bremer Hauptbahnhof angebunden und zurückgelassen.
Es ist eine Geschichte, die berührt und viele Fragen aufwirft. Am späten Mittwochabend wurde der kleine Mischlingshund vor dem Bremer Hauptbahnhof ausgesetzt. Angebunden und offenbar seinem Schicksal überlassen.
Gegen 22.45 Uhr beobachtete ein Zeuge am Ausgang zur Bürgerweide einen Mann, der den Vierbeiner festband und anschließend wegging. Als der Mann auch nach längerer Zeit nicht zurückkehrte, reagierte der Augenzeuge beherzt. Er nahm den Hund an sich, brachte ihn zur Bundespolizei im Hauptbahnhof.
Die Beamten kümmerten sich sofort um die kleine Fellnase und nahmen sie mit zur Wache. Dort prüften sie, ob bereits eine Suchmeldung für das Tier vorlag. Doch zunächst gab es keinen Hinweis auf einen Besitzer.
Für die Bundespolizei spricht einiges dafür, dass der Mann, der den Hund angebunden hatte, nicht dessen rechtmäßiger Besitzer war. Die Ermittler vermuten, dass der Vierbeiner gestohlen worden sein könnte. „Es besteht der Verdacht, dass er den Hund zuvor gestohlen und ihn dann, als er diesem überdrüssig wurde, gezielt am Hauptbahnhof zurückgelassen hatte“, sagt die Sprecherin der Bundespolizei Bremen, Juliane Hartwich.
Der Mischling fiel den Beamten sofort auf: Er war gepflegt, suchte die Nähe zu Menschen und trug einen hellgrauen Hundemantel. An seinem Halsband befand sich auch eine Bremer Hundemarke. Noch in derselben Nacht kam das Tier ins Bremer Tierheim. Dort wartet der kleine Vierbeiner nun auf die Menschen, die ihn vermissen und zu denen er gehört.
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