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„Leidenschaft hat mir einfach gefehlt“ - Kovac nach BVB-Pleite total bedient!

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„Leidenschaft hat mir einfach gefehlt“ - Kovac nach BVB-Pleite total bedient!

Bodö (Norwegen) – Das war so nicht geplant! Der BVB verliert am 2. Spieltag der Champions-League-Vorrunde bei Norwegen-Klub Bodö/Glimt. Nach der Partie ist Trainer Niko Kovac total bedient und spricht die Fehler seiner Mannschaft an.

Im Interview mit DAZN erklärt er die Niederlage zunächst so: „Wir haben eigentlich bis nach dem Gegentreffer gar nicht stattgefunden. Also wir haben in der ersten Halbzeit die Leidenschaft, die Intensität, den Fußball nicht gespielt, den wir brauchen, um hier zu gewinnen. Erst nach dem Vierfachwechsel sind wir besser ins Spiel gekommen, beziehungsweise haben dann schon das Heft in die Hand genommen, aber bis zu diesem Zeitpunkt war der Gegner klar besser, und deswegen müssen wir uns nicht beklagen. Wir haben das Spiel dann auch zu Recht verloren.“

Anders als der BVB wirken die Norweger nicht kraft- und ideenlos. Sie spielen mutig und bissig und belohnen sich schließlich. In der 52. Minute bedient Aukland den einlaufenden Svjövold, der den Ball direkt nimmt und ins rechte Eck vollendet – 0:1!

Kovac nimmt dabei auch sich selbst in die Pflicht. Auf die Frage, ob der „zweite Anzug“ des BVB für dieses Niveau womöglich nicht reicht, sagt er: „Jeder Einzelne, der bei uns im Kader ist, hat die Möglichkeit zu spielen beziehungsweise hat die Qualität. Das hat heute nicht geklappt. Das muss ich ganz klar sagen. Das nehme ich dann auch auf meine Kappe. Ich habe die Mannschaft aufgestellt.“

Vor allem eine Sache vermisst der BVB-Trainer: „Die Leidenschaft hat mir einfach gefehlt. Und das haben die Glimter da viel besser gemacht.“ Seine Mannschaft sei erst nach dem Rückstand aufgewacht. Kovac: „Aber das war dann auch zu spät.“

Auch spielerisch hat der Trainer einiges zu bemängeln. Bodö/Glimt sei „sehr viel schneller, sehr viel quirliger“ gewesen und habe die Tiefe besser attackiert. Beim BVB geht dagegen zu wenig nach vorne. Kovac: „Wir haben alles in den Fuß gespielt, nichts hinter die Kette. Und wenn du nichts hinter die Kette spielst, dann kannst du deinen Gegner nicht sprengen beziehungsweise in Unordnung bringen.“

Erst nach der Pause und den Wechseln wird es besser. Doch Kovac ärgert sich besonders über den Auftritt gegen den Ball: „Was wir defensiv zugelassen haben, das war definitiv viel zu viel.“

Viel Zeit zum Grübeln bleibt dem BVB nicht. Nach dem 2:2 gegen Bremen und der Pleite in Norwegen steht bereits das nächste Spiel bei Union Berlin an. Kovac fordert dort eine klare Reaktion: „Es wird auch wieder viel um Einsatz, viel um Leidenschaft, viel um Willen gehen. Und erst dann können wir dann auch Fußball spielen.“

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