Gut zu wissen: Warum zählen wir bei Einschlafproblemen Schäfchen – hilft das wirklich?
Schlafproblemen? Schäfchen zählen! Das soll dabei helfen, leichter in den Schlaf zu finden.
Aber funktioniert das auch? Und warum müssen es ausgerechnet die Paarhufer sein? Konnten Sie gestern Abend wieder nicht einschlafen oder haben mitten in der Nacht wachgelegen? Damit sind Sie nicht alleine: 43 Prozent der Deutschen litten in den letzten 12 Monaten unter Schlafproblemen, so das Ergebnis einer Umfrage von Statista.
Ein weit verbreiteter Ratschlag: Wer unter Einschlafproblemen leidet, soll Schäfchen zählen, um ins Land der Träume zu entschwinden.
Aber warum eigentlich? Angeblich sollen Hirten, die wochenlang ohne menschliche Gesellschaft unterwegs waren, abends ihre Schafherde gezählt haben – und sie sind dabei eingeschlafen.
Fest steht jedenfalls, dass die Idee nicht neu ist: Schon im Roman von Miguel de Cervates aus dem 17.
Jahrhundert empfiehlt der Schildkappe Sancho Panza seinem Ritter Don Quijote, Paarhufer zu zählen – hier sind es nur Ziegen, statt Schafe.
Schäfchen zählen – klappt das? Die Idee hinter dem Schäfchenzählen ist es, sich vorzustellen wie die weißen Wollknäule nacheinander über einen Zaun springen.
Die monotone und rhythmische Beschäftigung soll die Schlaflosigkeit besiegen.
Ob das allerdings klappt, ist mehr als fraglich.
"Etwas so Banales wie das Zählen von Schafen hilft normalerweise nicht", sagt etwa Allison Harvey, Professorin für Psychologie und Leiterin der Golden Bear Sleep and Mood Research Clinic an der University of California, gegenüber "CNN".
Mit ihren Patient:innen mit Schlafstörungen erarbeitet sie immer mehrere Optionen, die ihnen bei Schlafstörungen helfen können.
Denn: Jeder Mensch sei anders und nicht jede Methode helfe in jeder Situation.
Wer sich im Netz auf die Suche nach Studien zum Schafezählen als Einschlafhilfe begibt, stößt schnell auf eine Untersuchung, die Allison Harvey vor mehr als 20 Jahren durchgeführt hat.
Dabei sei es in der Untersuchung gar nicht um das Schafezählen gegangen, sondern darum, Bilder bei der Bekämpfung von Schlaflosigkeit einzusetzen, erklärte Harvey gegenüber " CNN ".
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.