"Wir müssen das bald reparieren": Ex-Sicherheitsberater Bolton: Trump hat Nato sehr belastet
Ex-Sicherheitsberater Bolton wirft dem US-Präsidenten vor, die Beziehungen zu den Nato-Partnern unnötig beschädigt zu haben. Die Hoffnung auf eine Reparatur gibt der hartnäckige Trump-Kritiker aber nicht auf. Er bescheinigt seinem früheren Chef ein kindliches Politik-Verständnis.
Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, beschuldigt US-Präsident Donald Trump, die Nato durch sein Agieren schwer und unnötig belastet zu haben. "Trump hat den Beziehungen zu den Nato-Partnern enormen Schaden zugefügt", sagte Bolton im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Dieser Schaden muss repariert werden. Er war völlig unnötig." Bolton sagte, er glaube, eine Reparatur sei möglich. "Und je früher wir damit beginnen, desto besser."
Trump hatte die Bündnispartner seit seinem Amtsantritt mehrfach vor den Kopf gestoßen. So irritierte er mit der Ankündigung, sich die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland aneignen zu wollen, ebenso wie mit dem Wunsch, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen. Auch kommen Trumps Drängen, die Partner müssten ihre eigenen Verteidigungsausgaben massiv und schnell erhöhen sowie Drohungen einer Truppenreduzierung in Europa nicht gut an.
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