Kolumne: Geht doch, Deutschland!: Der stille Siegeszug der Wärmepumpe
Die Frage, wie Deutschland künftig heizt, hat das Land fast gespalten.
Nun zeigt sich: Menschen entscheiden sich ohne politische Bevormundung, rational – für die Wärmepumpe.
Im Nachhinein wirken manche politischen Diskussionen einfach nur grotesk.
Der Streit um die Zukunft des Heizens gehört zweifellos in diese Kategorie.
Der ideologische Schlagabtausch Berliner Politiker um das Gebäudeenergiegesetz von Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sowie die Abschaffung desgleichen durch das Gebäudemodernisierungsgesetz durch Amtsnachfolgerin Katherina Reiche (CDU) hatte kafkaeske Züge.
Der eine (Habeck) hatte sich für feste Vorgaben bei der Abkehr von fossilen Heizungsanlagen entschieden, die andere (Reiche) befürwortet technologieoffene Rahmenbedingungen.
Nun zeigt sich, dass es die politische Auseinandersetzung in dieser Form gar nicht gebraucht hätte.
Die Menschen brauchen keine politische Anleitung, sie entscheiden sich mit einer kühlen Kosten-Nutzen-Rechnung mehrheitlich für den Einbau von Wärmepumpen.
Staatliche Förderung für Wärmepumpen läuft Anfang 2027 aus Der stille Siegeszug der Wärmepumpen hat mehrere Gründe.
Fossile Energie ist durch die Sanktionen gegen Russland und den Irankrieg deutlich teurer geworden.
Ob und wann sich die Situation wieder entspannt, ist schwer abzuschätzen.
Gleichzeitig sind die CO2-Steuern in den vergangenen Jahren allmählich gestiegen, was die Preise für Öl und Gas in die Höhe getrieben hat.
Einen extra Nachfrageschub erfahren Wärmepumpen zusätzlich durch den sogenannten Klimageschwindigkeitsbonus. Über die Sinnhaftigkeit des Begriffs aus Berliner Beamtenstuben lässt sich zweifellos streiten.
Tatsache ist, dass die Prämie funktioniert.
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