Parkinson: Musik gegen Gangstörungen
Die alte Frau stützt sich auf ihren Rollator und lacht schüchtern wie ein Mädchen.
Sie lebt mit Parkinson.
Ein Interview zu geben, traut sie sich nicht zu, denn ihre Stimme versagt, wenn sie unter Druck steht.
Aber sie hat ihre Gedanken auf einen Zettel geschrieben, den sie nun überreicht.
In großen, zittrigen Buchstaben steht da: Musik hat mich das ganze Leben begleitet.
Sie trägt mich durch ihre Melodien und Texte in Freud und Leid.
Bei Parkinson ist der Rhythmus der Bewegungen gestört und in Unordnung geraten.
Sobald ich beschwingte Musik höre, fängt meine Seele an zu schwingen und mit dem Rhythmus komme ich in Bewegung.
Sie ist eine Patientin im Parkinsonzentrum der Kliniken Beelitz bei Potsdam.
Neben der medikamentösen Behandlung und Bewegungstherapie steht auch Musik auf ihrem Programm.
Ihre Worte verdeutlichen, auf welche Weise der Musiktherapeut Stefan Mainka hier arbeitet – und warum.
Was ist Parkinson? Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer.
In Deutschland sind rund 400 000 Menschen betroffen.
Die Krankheit wird meist nach dem 55.
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