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Plötzlich wieder Krisen-Manager - Wie Stamm bei Dynamo jetzt reagieren kann

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Plötzlich wieder Krisen-Manager - Wie Stamm bei Dynamo jetzt reagieren kann

Vorletzter, nur vier Punkte und die meisten Gegentore! Bei Dynamo Dresden müssen die Alarmglocken in der Länderspielpause schrillen. Mit dem Motto „Gut mitgehalten und leider nichts mitgenommen“ hat noch kein Team den Klassenerhalt gefeiert. Darum ist Trainer Thomas Stamm (43) plötzlich wieder als Krisen-Manager gefragt.

Fakt ist: Der Schweizer kennt die Situation. Schon dreimal hätte es in Dresden für ihn eng werden können. BILD erklärt, wie er jeweils den Turnaround schaffte und vergleicht die Situationen.

Oktober 2024: Dynamo muss in der 3. Liga zuhause gegen Hannover II ran. Nach einem katastrophalen Auftritt in Wiesbaden (0:1) braucht es Änderungen. Stamm stellt von Dreier- auf Viererkette um. In letzter Minute siegt die verunsicherte Truppe mit Ach und Krach 2:1 gegen die Hannover-Bubis. Das erfolgreiche 4:3:3-System bleibt und für Dresden geht es ab da in der Tabelle steil nach oben.

Und jetzt? Taktik-Umstellungen können durch ein paar neue Abläufe den Kopf freimachen. Ein kompletter Systemwechsel scheint aktuell jedoch (noch) nicht notwendig. Aber phasenweise Anpassungen, damit die Mannschaft das hohe Laufpensum nicht vergeudet, sind denkbar.

November 2025: Die SGD hat erst einen Zweitliga-Sieg in zwölf Saisonspielen. Aus der Not des schwachen Defensivpersonals heraus wirft Stamm den damals 19-jährigen Friedrich Müller in die Startelf. Die mutige Entscheidung wird mit einem überraschenden 2:1-Sieg in Bochum belohnt.

Was das für jetzt bedeutet? Der Konkurrenzkampf kann in der pflichtspielfreien Zeit auf Null gestellt werden. Stamm kann einen Neustart ausrufen. Optionen gibt es im von Sören Gonther gut zusammengestellten Kader auf jeden Fall.

Ein Beispiel: Nicolai Rapp (29) kann auch neben Thomas Keller Innenverteidiger spielen, dafür Patrice Covic (19) vor ihm und Kennedy Okpala (21) mit seinem Tempo Rechtsaußen. Für alle gilt jedoch: Geschenke im Abstiegskampf muss man sich selber machen.

Jahresübergang 2025/26: Bei Dynamo Dresden leuchtet immer noch die rote Laterne. Im Türkei-Trainingslager schwört Stamm die Truppe neu ein. Ansprache und Aufbruchsstimmung helfen zu zwei überlebenswichtigen Auftaktsiegen gegen Fürth (2:0) und in Magdeburg (2:1).

Mit der ungewöhnlich langen Länderspielphase inklusive der zwei Tests (intern gegeneinander und beim FK Teplice ) hat der Trainer diesmal eine Art vorgezogene Winterpause. Entsprechend kann er jetzt alles prüfen. Kurzfristiger Erfolg geht manchmal vor langfristiger Weiterentwicklung. Das kann Stamm jetzt helfen. „Wir werden die Phase nutzen, um intensiv zu trainieren. Aber auch, um den Kopf freizukriegen und wieder die Batterien aufzuladen“, so der Schweizer.

Fazit: Nach dem Fehlstart darf und muss alles hinterfragt werden. Bisher hat der Chefcoach, wenn es nötig war, Änderungen eingeleitet. Stamm kann Krisen bewältigen, hat mit Gonther einen erfahrenen Ex-Profi, der den Abstiegskampf der 2. Liga kennt, an seiner Seite. Für die Stabilität des Vereins wäre es eher förderlich, wenn eine Trainer-Diskussion vermieden werden kann. Aber dafür braucht es Ergebnisse, am besten schon im nächsten Spiel bei Aufsteiger Osnabrück (10.

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