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Saudis legen Ost-West-Ölpipeline nach Angriffen still

Deutsche Welle ·

Der sich ausweitende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten setzt den weltgrößten Öl-Exporteur Saudi-Arabien massiv unter Druck. Als Reaktion auf Drohnenattacken hat die Golfmonarchie eine wichtige Pipeline stillgelegt. Wegen der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der Bedrohung durch die Huthi-Miliz im Jemen an der Meerenge Bab al-Mandab war die Ölverschiffung bereits zuvor erheblich erschwert.

Der Transport durch die Ost-West-Pipeline sei vorsorglich unterbrochen worden, teilte das saudische Außenministerium mit. In den Regionen Riad und Medina habe es Attacken auf die Röhren gegeben, die aus dem Irak gesteuert worden seien. Dabei seien mehrere Menschen verletzt worden.

Wer dahinterstecken soll, blieb offen. Im Irak operieren etliche vom Iran unterstützte schiitische Milizen. Das saudische Außenministerium erklärte, auf Bitten des Nachbarlandes werde man vorerst keine Schritte gegen die Angreifer unternehmen. Zunächst bekämen die irakischen Behörden die Chance, Maßnahmen zu ergreifen, um künftige Attacken zu verhindern.

Durch die mehr als 1200 Kilometer langen Röhren können pro Tag bis zu sieben Millionen Barrel Öl aus der Region am Persischen Golf zur Verschiffung nach Westen ans Rote Meer gepumpt werden; ein Barrel entspricht 159 Litern. Die Angriffe treffen das Königreich somit an einer empfindlichen Stelle.

Eine zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte den Ölpreis und damit die Benzinpreise auch in Deutschland weiter steigen lassen. Saudi-Arabien war vor dem Krieg hinter den USA der zweitgrößte Ölproduzent und der weltweit wichtigste Exporteur des Rohstoffs. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar und der darauffolgenden weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hatte Riad mit Hilfe der Ost-West-Röhren versucht, die eingebrochenen Öl-Exporte zu stabilisieren.

Nachdem das Öl durch die Pipeline an die Westküste geleitet worden war, wurde es bisher über das Rote Meer durch den Bab al-Mandab nach Asien verschifft. Die Meerenge ist das maritime Nadelöhr am Übergang zum Golf von Aden. Doch nun ist die Route, die vom Mittelmeer über den Suezkanal bis in den Indischen Ozean führt und somit den kürzesten Seeweg zwischen Europa und Asien darstellt, zumindest für saudische Schiffe nicht mehr passierbar.

Denn die Huthi-Miliz konnte in den vergangenen Tagen die gesamte Küstenregion des Roten Meeres im Jemen einnehmen , darunter die Stadt Mokka. Zuletzt gelang ihr der Zugriff auf mehrere strategisch wichtige Inseln am Bab al-Mandab. Die vom Iran finanzierten Rebellen, die seit Jahren mit der von Saudi-Arabien gestützten Regierung des Jemens um die Macht ringen, haben Schiffen der Golfmonarchie mit Beschuss gedroht.

Der Transport von saudischem Öl zu Kunden in Asien würde jetzt einige Wochen länger dauern als gewohnt - sofern im Westen des Landes noch Öl ankommt. Denn die Alternativroute führt von der saudischen Westküste durch den Suezkanal ins Mittelmeer und von dort aus um den afrikanischen Kontinent herum. Für den Iran ist dies eine weitere Möglichkeit, den globalen Energiemarkt zu stören und damit Druck auf die Vereinigten Staaten aufzubauen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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