Gericht: Frau in Kiste gesperrt – Prozess neu gestartet
Im Prozess um eine junge Frau, die laut Anklage nackt in eine Holzkiste gesperrt wurde, kommt ein weiterer Vorwurf gegen den Mann hinzu.
Zudem äußerte sich die angeklagte Frau.
Im Prozess um eine mutmaßliche Geiselnahme einer jungen Frau muss sich ein 54 Jahre alter Mann nun auch wegen versuchter Nötigung verantworten.
Er soll unter anderem versucht haben, mit einer E-Mail an die Geschädigte Einfluss zu nehmen, um zu erreichen, dass sie ihre ursprüngliche Aussage revidiert, wie eine Staatsanwältin am Rande der Verhandlung am Landgericht Erfurt sagte.
Außerdem soll er auf einem öffentlichen Facebook-Account ein privates Foto der Geschädigten hochgeladen haben.
Polizei befreite Frau aus Holzkiste Die Staatsanwaltschaft wirft dem 54-Jährigen und einer 57 Jahre alten Frau unter anderem gemeinschaftliche Geiselnahme in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor.
Die beiden sollen im Juli 2025 die damals 19-Jährige auf einem Grundstück mit Scheune in der Gemeinde Vogelsberg im Landkreis Sömmerda mehrere Tage festgehalten haben.
Der 54-Jährige habe ihr mehrfach gedroht und sie schließlich nackt in eine kleine Holzkiste gesperrt, hieß es in der Anklage.
Die Polizei habe die als vermisst gemeldete junge Frau später aus der Kiste befreit.
Der 54-Jährige hatte in seiner bereits erfolgten Einlassung die Vorwürfe allesamt bestritten.
Der Prozess war zunächst ausgesetzt worden, um ein aussagepsychologisches Sachverständigengutachten einzuholen.
Nun startete das Verfahren neu.
Die 57 Jahre alte Angeklagte äußerte sich bei der Verhandlung zu ihrer Beziehung zum Angeklagten. „Ich habe ihn wirklich geliebt“, sagte sie vor Gericht.
Zudem schilderte sie, dass der Angeklagte Sex gebraucht habe, um sein „Energie-Level“ aufrechtzuerhalten.
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