Cristiano Ronaldo: Kritiker fordern Rücktritt – er träumt von 1000 Toren
Cristiano Ronaldo hat sich selbstbewusst zu den letzten großen Meilensteinen seiner Karriere geäußert. »Ich habe zwei Ziele: mein 1000. Tor zu erzielen und mit Portugal die Nations League zu gewinnen«, sagte der 41-Jährige bei einer Pressekonferenz vor dem ersten Nations-League-Spiel der »Seleção« gegen Wales an diesem Donnerstag (20.45 Uhr, TV: DAZN).
Auf die Frage, ob er schon wüsste, wann er seine Karriere beendet, sagte Ronaldo: »Ich weiß es nicht, ich wünschte, ich wüsste die Antwort, aber ich weiß sie nicht.« Er habe erst vor wenigen Jahren gelernt, im Hier und Jetzt zu leben. »Aber es ist sehr gut möglich, dass dies mein letztes Jahr ist.«
Der Zeitpunkt für den Abschied dürfte auch davon abhängen, wie schnell Ronaldo die 1000-Tore-Marke erreicht. Aktuell steht der Stürmer bei 979 Toren für alle Club- und Nationalteams. Dass er die Marke erreicht, darüber besteht für den extrovertierten Fußballstar, der seit 2023 für den saudi-arabischen Club Al-Nassr spielt, kein Zweifel.
»Ich weiß, dass ich das schaffen werde, aber es ist keine Besessenheit. Wenn du von etwas besessen bist, wirst du es nicht erreichen, man sollte es einfach genießen«, sagte Ronaldo. »Aber ja, ich möchte diesen Meilenstein wirklich erreichen.«
4 Min Zur Merkliste hinzufügen Portugals WM-Aus gegen Spanien: Das beschädigte Andenken des Cristiano Ronaldo Von Danial Montazeri, New York 5 Min Zur Merkliste hinzufügen 5 Min Zur Merkliste hinzufügen Pro League in Saudi-Arabien: Fans provozieren Freund des verstorbenen Fußballers Diogo Jota – Ronaldo fordert Stadionverbot 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Zu Kritikern, die seit längerer Zeit seinen Rückzug zumindest aus dem Nationalteam fordern, sagte der 233-malige Nationalspieler martialisch: »Sie haben versucht, mich zu töten – mit einem Gewehr. Aber ich kann ihnen ausweichen. Ich bin das gewohnt.«
Bei der WM im Sommer war der fünfmalige Gewinner des Ballon d'Or mit Portugal enttäuschend im Achtelfinale an Spanien gescheitert , Ronaldo selbst blieb in dem Spiel blass. Danach hatte er seine Zukunft offen gelassen und »keine überstürzte Entscheidung« treffen wollen. In der Heimat wurde mit Blick auf die Co-Gastgeberrolle bei der WM 2030 ein Neuaufbau gefordert.
Doch Portugals neuer Trainer, der 72-jährige Jorge Jesus, will sich von seinem Superstar offenbar nicht trennen. Jesus war in der vergangenen Saison noch Ronaldos Trainer bei Al-Nassr, zusammen gewannen sie die Meisterschaft.
Unter dem Titel »Jesus und die Apostel« hatte Portugals größte Sportzeitung »A Bola« einen kritischen Kommentar veröffentlicht. »Dankbarkeit rechtfertigt es nicht, dass er mit 41 Jahren weiterhin zwingend nominiert wird, geschweige denn einen Stammplatz in der Nationalmannschaft innehat«, heißt es darin über Ronaldo.
Dass ihn einige Leute nicht mögen, berühre ihn nicht, sagte nun Ronaldo selbst. »Ich bin immer noch davon überzeugt, dass ich die Nationalmannschaft unterstützen kann, nicht nur durch meine Tore, sondern auch abseits des Fußballs«.
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