Stimmung nach AfD-Wahlsieg: Mehrheit versteht Sorgen um Sicherheit von Zuwanderern
Migrantenverbände warnen nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt vor rechtsextremer Gewalt. Viele Deutsche halten diese Befürchtungen für nachvollziehbar. Bei einem Verbotsantrag gegen die Partei ist die Bevölkerung nahezu gespalten.
Dass sich Migrantenverbände nach dem Wahlsieg der AfD Gedanken um die Sicherheit von Zuwanderern in Sachsen-Anhalt machen, findet eine Mehrheit der Deutschen nachvollziehbar. Bei einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov erklärten 60 Prozent der Wahlberechtigten, sie könnten solche Befürchtungen, wie sie etwa die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) geäußert hatte, verstehen. Rund ein Drittel (34 Prozent) der 2161 Erwachsenen, die zwischen dem vergangenen Freitag und Montag dazu im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur befragt wurden, halten diese Sorgen dagegen für nicht angebracht. Sechs Prozent von ihnen trauten sich zu dieser Frage kein Urteil zu. Befragt wurden nur Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, da gleichzeitig das Wahlverhalten bei der zurückliegenden Bundestagswahl abgefragt wurde. Die Ausübung des Wahlrechts setzt die deutsche Staatsangehörigkeit voraus.
Deutlich sind die Unterschiede zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien. Während jeweils mehr als vier von fünf derjenigen, die im vergangenen Jahr SPD, Grüne oder die Linkspartei gewählt haben, Verständnis für diese Sorgen äußern, ist es bei den AfD-Wählern nicht einmal jeder Siebte. Im Westen Deutschlands verfangen die Warnungen der TGD und anderer Migrantenorganisationen insgesamt etwas stärker als in den östlichen Bundesländern.
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