Erste Verstöße gemeldet: Russland-Wahlen trotz Ukrainekrieges – Putin stimmt online ab
Russland wählt.
Präsident Wladimir Putin selbst ging nicht persönlich zur Urne, sondern stimmte per Mausklick ab.
Für viele andere Russen ist die Wahl deutlich komplizierter.
Erstmals seit seinem Überfall auf die Ukraine hält Russland Parlamentswahlen ab.
Bereits zu Beginn der dreitägigen Abstimmung haben die vom Urnengang ausgeschlossene Anti-Kriegspartei Jabloko und andere Kräfte erste Wahlrechtsverstöße gemeldet.
Jabloko-Chef Nikolai Rybakow forderte die Chefin der Wahlkommission, Ella Pamfilowa, zum Einschreiten auf.
Er beklagte massiven Druck auf Wahlbeobachter der Partei, die in 20 Regionen mit 1000 Leuten im Einsatz sei.
Jabloko selbst oder andere Oppositionsparteien sind bei der bis Sonntag dauernden Wahl nicht zugelassen.
Im ganzen Land, dem flächenmäßig größten der Erde, sind bis Sonntag mehr als 110 Millionen Russinnen und Russen zur Wahl von 450 Abgeordneten für die neue Staatsduma in Moskau aufgerufen.
Die Opposition ist nicht zugelassen.
Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel gelten durchweg als kremlnah und unterstützen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg.
Der Präsident forderte die Wähler auf, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg des Landes in dem Krieg zu leisten.
Neben der Parlamentswahl finden auch Regional- und Kommunalwahlen statt.
Auch in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine wird der Urnengang abgehalten.
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