Kann durch Panzerstahl dringen: Bundeswehr erhält bald Virtus-Kamikazedrohnen
Sie kann bis zu 75 Minuten in der Luft sein und bis zu 130 Kilometer weit fliegen - spätestens dann soll sie sich auf den Feind stürzen und explodieren: Virtus ist eine Kampfdrohne, die schon in der Ukraine im Einsatz ist. Nun soll sie die Bundeswehr verstärken.
Der Drohnenhersteller Stark Defence steht bei einer Bundeswehr-Großbestellung von Kampfdrohnen in den Startlöchern. "Wir planen, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen", sagte der Senior Vice President des Berliner Unternehmens, Josef Kranawetvogl, bei der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo. Es gehe um eine Charge im Wert von 275 Millionen Euro, die Stückzahl nannte er nicht.
Bei der Lieferung handelt es sich um "Loitering Munition" - "herumlungernde Munition". Solche Fluggeräte werden auch Kamikazedrohnen genannt. Die an die Bundeswehr verkaufte Drohne von Stark kann Herstellerangaben zufolge bis zu 75 Minuten in der Luft sein und bis zu 130 Kilometer weit fliegen - spätestens dann soll sie sich auf den Feind stürzen und explodieren. Ist bis dahin kein feindliches Objekt erkannt, soll die Drohne abstürzen und explodieren, wo niemand ist. Das Drohnen-Modell Virtus ist bis zu 33 Kilogramm schwer, mit kleinen Propellern an den vier Flügeln hebt es ab und fliegt weg.
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