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"In die Sonne schauen": Vier Mädchen und die Geister der Vergangenheit

Stern ·
"In die Sonne schauen": Vier Mädchen und die Geister der Vergangenheit

In der Reihe "Das kleine Fernsehspiel" präsentiert das ZDF die Free-TV-Premiere von Mascha Schilinskis internationalem Kinoerfolg "In die Sonne schauen".

Ein berauschendes Epos über vier miteinander verwobene Frauenschicksale über mehr als 100 Jahre hinweg.

Deutscher Vorschlag für die Oscars, zehn Deutsche Filmpreise, der Preis der Jury in Cannes und zahlreiche weitere Auszeichnungen bei über 60 internationalen Nominierungen: Mascha Schilinskis Epos "In die Sonne schauen" ist ein Film, wie es sie selten gibt.

Das ZDF zeigt ihn als Free-TV-Premiere in der Nacht auf Sonntag.

Auf mehreren Zeitebenen erzählen Schilinski ("Die Tochter") und ihre Koautorin Louise Peter in knapp 150 Minuten von vier Mädchen auf einem abgeschiedenen Vierseitenhof in der Altmark in Sachsen-Anhalt.

Sie sind auf verschiedene Weisen miteinander verbunden, ihre Geschichten verwoben, sei es verwandtschaftlich oder durch Erfahrungen und Traumata, verdrängte Erinnerungen und Geheimnisse vor der jeweiligen historischen Kulisse.

"Es geht in dem Film auch darum, welchen Blicken Frauen ein Jahrhundert lang unterworfen sind", sagt Mascha Schilinski.

Vier Epochen und Schicksale In den 1910er-Jahren wächst die kleine Alma (Hanna Heckt) in einer erdrückenden Atmosphäre, geprägt von Aberglauben und tiefer Religiosität, mit ihrer Familie, Knechten und Mägden auf.

Eines Tages entdeckt sie das Totenbild eines Mädchens – ihre Schwester, von der sie nichts wusste und deren Namen sie trägt.

Fortan ist Alma überzeugt, dass auch sie dem Tode geweiht ist.

Für diese Zeitebene wurden zahlreiche Dialoge ins altmärkische Plattdeutsch übersetzt und gesprochen.

30 Jahre später, während des Zweiten Weltkriegs, entwickelt die heranwachsende Erika (Lea Drinda) eine morbide und erotische Faszination für ihren bettlägerigen Onkel Fritz.

In der DDR der 80er-Jahre lernt man Angelika (Lena Urzendowsky) kennen, eine junge Frau zwischen Lebenslust und Todessehnsucht, die ihre Sexualität entdeckt und gleichzeitig von ihrem Onkel und Cousin belästigt wird.

In den 2020ern zieht Nelly (Zoë Baier) mit ihrer Familie auf den mittlerweile stark heruntergekommenen Hof, der die Geister der Vergangenheit nicht losgelassen hat.

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