News kompakt: Saudische Öl-Exporte massiv unter Druck
Der sich ausweitende Konflikt im Nahen Osten setzt den weltgrößten Öl-Exporteur Saudi-Arabien unter Druck. Nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus und der zunehmenden Bedrohung der Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen hat das Königreich nach Drohnenangriffen eine wichtige Pipeline stillgelegt. Eine daraus folgende zusätzliche Reduzierung saudischer Exporte könnte den Ölpreis und damit die Benzinpreise auch in Deutschland weiter steigen lassen.
Die Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus große Mengen Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer leiten kann, wurde nach Angriffen auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina vorsorglich stillgelegt. Das saudische Außenministerium in Riad teilte mit, einer der Drohnenangriffe sei aus dem Irak gesteuert worden. Im Irak operieren vom Iran unterstützte Milizen.
25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September ist in der US-Metropole New York der fast 3000 Todesopfer gedacht worden. Deren Familien versammelten sich am Freitag am Mahnmal an Ground Zero, wo einst die zwei Türme des eingestürzten World Trade Center standen. An der Zeremonie nahmen frühere US-Präsidenten und andere Politiker beider großer Parteien teil. Bei der Gedenkfeier verlasen Hinterbliebene die Namen der Todesopfer der Anschläge. Reden wurden nicht gehalten.
Am 11. September 2001 hatten Islamisten des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge gekapert und sie in das World Trade Center in New York und in das US-Verteidigungsministerium in Washington gesteuert. Eine vierte Maschine, die offenbar das Kapitol oder das Weiße Haus treffen sollte, stürzte in einem Feld ab. Offenbar hatten sich Passagiere und Crewmitglieder gegen die Terroristen an Bord zur Wehr gesetzt.
Wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Anschlags hat die Bundesanwaltschaft sieben mutmaßliche Mitglieder der radikal-islamischen Palästinensermiliz Hamas angeklagt. Wie Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde in Karlsruhe mitteilte, sollen die in den vergangenen Monaten im In- und Ausland Festgenommenen in Waffenbeschaffung und Tatplanung verwickelt gewesen sein.
Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass ein konkreter Anschlagsplan verfolgt wurde. Demnach waren die Waffen für Mordanschläge der Hamas auf jüdische und israelische Einrichtungen in Deutschland und Österreich gedacht. Die Hamas hatte am 7. Oktober 2023 ein Massaker in Israel verübt. Die Miliz wird von Deutschland und vielen weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.
Nach dem versuchten Anschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle führen die Ermittlungen deutscher Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Die Zeitung "Welt am Sonntag" berichtet, geheime Ermittlungsunterlagen würden einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation benennen.
Die Erkenntnisse gelten als Grundlage für die Entscheidung der Bundesregierung, Russland für den versuchten Drohnenanschlag verantwortlich zu machen. Moskau weist die Vorwürfe zurück.
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