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Traumjob von Millionen Gamern - So wurde ich Spieleentwickler bei EA

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Traumjob von Millionen Gamern - So wurde ich Spieleentwickler bei EA

Köln (NRW) – Als Kind zockte er mit seinem Papa am liebsten „The Legend of Zelda“ von Nintendo. Und als sein Großvater ihn fragte, was er später werden möchte, sagte Andreas Wilsdorf: „Ich will Spiele machen, Opa!“ Wilsdorf wurde trotzdem erstmal Lehrer, die sichere Bank. Der Traum blieb. „Wenn du es jetzt nicht versuchst, wirst du es wahrscheinlich nie machen“, sagte er sich kurz vor seinem 30. Geburtstag. Andreas Wilsdorf wagte den Neustart – und wurde Spieleentwickler!

Heute arbeitet er an einem der bekanntesten Fußballspiele der Welt, entwickelt beim Spiele-Riesen Electronic Arts den Karrieremodus von „EA FC 27“. Es ist der Traumjob für Millionen Gamer. Der neueste Titel der weltweit erfolgreichsten Fußballspielreihe (ehemals FIFA) erscheint am 25. September 2026.

Wie Andreas Wilsdorf den Sprung ins Gaming-Business geschafft hat? Nachdem er in der Schule gekündigt hatte, arbeitete er als Spieletester – sein Ticket in die Branche. Er studierte Game Design und war für mehrere Studios tätig. Für ein Fußball-Management-Spiel zog er sogar nach Serbien. Schließlich kam das Angebot: EA wollte ihn verpflichten!

Heute gestaltet Wilsdorf als Spieleproduzent und Teamleiter den Karrieremodus von „EA FC 27“ mit. Darin übernehmen Spieler die Rolle von Trainern oder Managern und führen ihren Verein durch mehrere Saisons.

Besonders wichtig ist ihm der Austausch mit den Fans. „Wir können es immer kaum erwarten, zu sehen, welche Ideen die Community hat.“ Viele der Neuerungen im kommenden Spiel gehen direkt auf Kritik aus der Community zurück. „Das Transfersystem war eine unserer Schwachstellen“, sagt Wilsdorf ehrlich. Deshalb wurde es für „EA FC 27“ umfassend überarbeitet und soll künftig realistischer funktionieren.

Auch die Spielerbewertungen werden verändert. Fußballprofis sollen nicht mehr dauerhaft auf demselben Niveau spielen, sondern stärker von Form, Fitness und Stimmung beeinflusst werden. „In der Realität ist ein Spieler nicht in jedem Spiel gleich gut“, so Wilsdorf.

Der Job hat oft wenig mit dem Klischee des Dauergamers zu tun. Zwar werde das Spiel regelmäßig getestet. „Wir spielen das Spiel jede Woche, kurz vor der Veröffentlichung sogar jeden Tag.“ Ein großer Teil des Arbeitsalltags bestehe jedoch aus Meetings, Excel-Tabellen und teils hunderte Seiten umfassenden Konzeptpapieren. Und noch ein Irrtum hält sich hartnäckig: Nicht jeder Spieleentwickler ist Programmierer. Wilsdorf gibt zu: „Ich bin ein wirklich schlechter Programmierer.“

Sein wichtigster Rat an junge Menschen mit ähnlichen Träumen lautet deshalb auch nicht: „Lerne programmieren.“ Sondern: „Mach einfach Spiele!“ Und zwar leidenschaftlich. Wilsdorf: „Wenn ich meine Leidenschaft verliere, würde ich den Job nicht mehr machen.“ Die Werkzeuge dafür seien heute leichter zugänglich als je zuvor. Wer Kontakte knüpft und offen für andere Kulturen und Arbeitsweisen ist, könne seinen Weg in die Branche finden. „Es ist eine Branche, in der alle einander dabei helfen wollen, sich weiterzuentwickeln.“ Wilsdorf selbst lebt inzwischen in Rumänien.

Was er als Spieleentwickler verdient, verrät Wilsdorf nicht.

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