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Deutschland

Abwehr von Drohnen - die Sicherheitslücke am Himmel

Tagesschau Inland ·
Abwehr von Drohnen - die Sicherheitslücke am Himmel

Abwehr von Drohnen Die Sicherheitslücke am Himmel Stand: 12.09.2026 • 05:12 Uhr

Drohnen sind günstig, leicht zu beschaffen - und können für Verunsicherung sorgen. Laut Bundeskriminalamt gab es 2025 mehr als 1.000 verdächtige Drohnensichtungen. Wie gut sind Deutschlands Abwehrsysteme?

Krieg beginnt nicht erst mit militärischen Angriffen. Auch Desinformationen und Drohnenüberflüge können eine Gesellschaft verunsichern und damit schwächen. Unbewaffnete Drohnen, die über Flughäfen oder Militäranlagen fliegen, können außerdem wichtige Daten sammeln: Jeder Überflug liefert dem Absender mindestens die Information darüber, wie gut das Gelände mit entsprechenden Abwehrsystemen geschützt ist - oder auch nicht. Außerdem ist es möglich, mit einer Drohne Bilder und Videos von der Anlage zu bekommen.

Bisher sei die Bundesregierung nicht gut auf solche Vorfälle vorbereitet gewesen, sagt Ulrike Franke. Sie ist Drohnenexpertin und arbeitet unter anderem beim "Europäischen Rat für Auswärtige Beziehungen" (European Council on Foreign Relations, ECFR) in Paris. Doch langsam tue sich was. Erst Mitte August wurde das "Technologiezentrum Drohnensicherheit" in Cochstedt eröffnet.

Franke beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sie sagt, aktuell seien die relevantesten Drohnen eher kleinere Systeme, die nicht zwingend militärisch sein müssen. Auch diese handelsüblichen Systeme seien inzwischen für die hybride Kriegsführung zentral. Denn nicht erst bewaffnete Drohnen seien eine Gefahr für die Innere Sicherheit, vor allem an Flughäfen können sie auch ohne Sprengstoff zu folgenschweren Unfällen führen.

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Grundsätzlich sind Drohnen nichts neues. Es gebe sie schon seit mehr als 100 Jahren, so Franke. Anfangs habe es sich dabei noch um Ballons oder Laternen mit Sprengstoff gehandelt. Später sahen sie dann eher aus wie unbemannte Kleinflugzeuge. "Den meisten Leuten sind Drohnen das erste Mal ins Bewusstsein gekommen in den frühen Nullerjahren, Zehnerjahren, als die Amerikaner diese größeren militärischen Drohnen eingesetzt haben für Kriegsführungen in Ländern wie Pakistan, Jemen, Somalia, et cetera."

Erst in den vergangenen 15 Jahren haben sich dann die handelsüblichen Systeme, die kleinen Quadrocopter, entwickelt. Normalerweise brauchen neue Entwicklungen im militärischen Bereich viele Jahre. Aber dadurch, dass sich dann die zivilen Systeme entwickelt haben, habe sich die Entwicklung von Drohnen massiv beschleunigt.

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Da Drohnen inzwischen meist klein, leicht und günstig sind, werden sie oft von der vermeintlich schwächeren Kriegspartei eingesetzt, wie zum Beispiel die Ukraine sie im Krieg gegen Russland nutzt. Drohnen seien zwar nicht unbedingt immer das beste Mittel der Wahl, so Franke. Allerdings seien sie eben deutlich leichter verfügbar als spezialisierte Systeme: "Also soll heißen, wenn ich einen Panzer angreifen will, dann habe ich natürlich am liebsten eine panzerbrechende Rakete oder ein Panzerabwehrsystem.

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