Falscher Kakerlaken-Alarm: Warum die Waldschabe im Herbst in die Wohnung kommt
Sie sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber harmlos.
Warum verirrt sich die Waldschabe im Herbst so oft in die Wohnung? Und woran erkennt man den Unterschied zu einer Küchenschabe? Wenn eine Schabe über den Fußboden krabbelt, ist der Schreck groß.
Angesichts der flinken gelb-braunen Tierchen dürften die meisten sofort an Kakerlaken denken, die Vorräte anfressen und gefährliche Krankheiten, etwa Salmonellen, verbreiten.
Doch immer häufiger verirrt sich auch ein harmloses Insekt in Häuser, das der Küchenschabe zum Verwechseln ähnlich sieht: die Bernstein-Waldschabe ( Ectobius vittiventris ).
Warum die Waldschabe in die Wohnung kommt Erwachsene, flugfähige Bernstein-Waldschaben sind im Spätsommer und Frühherbst bis in den Oktober hinein aktiv.
Sie fühlen sich von Licht angezogen und fliegen nach Einbruch der Dunkelheit beispielsweise ins erleuchtete Wohnzimmer.
In warmen, trockenen Sommern vermehren sie sich rasant, was auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie in die Wohnung kommen.
Wo kommen Waldschaben her? Ursprünglich waren Bernstein-Waldschaben südlich der Alpen verbreitet.
Jedoch dringen sie im Zuge der Erderwärmung immer weiter gen Norden vor und sind inzwischen in ganz Deutschland zu finden.
Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Süddeutschland.
Im Freiland leben sie in niedrigen Gebüschen oder Gärten.
Gern verstecken sie sich unter Blumentöpfen oder wärmen sich an sonnigen Hausfassaden auf.
Die Bernstein-Waldschabe zählt inzwischen in Teilen Deutschlands zu den häufig nachgewiesenen Schabenarten.
Obwohl sie so häufig ist, ist wenig über ihre Lebensweise bekannt.
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