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Schießbude Union - Mit dieser Abwehr droht der Abstieg

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Schießbude Union - Mit dieser Abwehr droht der Abstieg

3-4-3! Das ist nicht das Spielsystem von Union in der neuen Saison, sondern die Anzahl der Gegentore in den ersten drei Bundesliga-Spielen. Ausgerechnet bei dem Klub, dessen Defensive letzte Saison als Bollwerk galt. Aber über den Sommer hat sich viel verändert in Köpenick. Und plötzlich wird Union zur Schießbude.

Der Kern des Problems: das neue Spielsystem. Unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli (50) soll Union lernen, offensiver zu spielen. Und verlernt gerade die eigenen Stärken. Offensivzauber sucht man bislang vergeblich. – trotz 66 Prozent Ballbesitz gegen Schalke (1:3).

Stattdessen müssen die Fans zittern, wenn der Gegner mit Ball in Richtung Tor kommt. Die Viererkette ist zu wackelig und zu langsam. Die meisten Gegentore fallen, weil der Gegner nicht gedeckt ist und die Verteidiger einen Schritt zu spät kommen.

Die Eisernen und die Viererkette sind quasi eine Anti-Erfolgsgeschichte. Das Experiment scheiterte schon unter Ex-Trainer Steffen Baumgart (56). Nachdem auch Baumgart Union etwas offensiver ausrichten wollte, musste er einsehen, dass das mit den vorhandenen Spielern nicht funktioniert.

Lustrinelli versucht es auch mit Pragmatismus. Nach der Niederlage gegen Schalke beantwortete er Fragen nach dem Spielsystem eindeutig: „Das System ist nicht entscheidend. Für mich ist wichtig, dass wir unsere Spielprinzipien auf den Platz bringen.“

Offen bleibt also, wie lange er noch an der Viererkette festhält. Hinten hat Union aber noch ein weiteres Problem: Mit Danilho Doekhi (28) und Diogo Leite (27) ist das Traum-Duo in der Innenverteidigung weg. Die beiden spielen mittlerweile gemeinsam bei Lazio Rom. Und Lustrinelli castet die Nachfolger noch .

In drei Spielen testete er drei Kombinationen aus. Ohne nennenswerten Erfolg. Wahrscheinlich läuft die Testphase sogar noch weiter, wenn Marvin Friedrich (30) zur Mannschaft zurückkehrt. Doch auch da zeigt sich das Viererketten-Problem: Friedrich und Zeno van den Bosch (22) wurden vor der Lustrinelli-Verpflichtung geholt. Mit der Dreierkette im Kopf.

Das nächste Spiel der Eisernen ist am Freitag bei den Bayern in München. Wenn die Abwehr weiter so lückenhaft ist, droht ein Debakel.

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