Schüsse in Stade: Tod des Verdächtigen - Ministerin verteidigt JVA Bremervörde
Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis.
Wie konnte das passieren? Niedersachsens Justizministerin Wahlmann macht eines ganz klar.
Nach den Schüssen mit sechs Toten in Stade und dem Tod des Verdächtigen im Gefängnis hat die niedersächsische Justizministerin Kathrin Wahlmann Fehler im Umgang mit dem Mann zurückgewiesen.
Eine Prüfung im Justizministerium habe keine Hinweise auf Mängel ergeben, sagte die SPD-Politikerin im Unterausschuss Justizvollzug des Landtags.
Sie betonte, bei allen Anstrengungen dürften sich Suizide im Vollzug nie ganz verhindern lassen.
Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt hatte den mutmaßlichen Schützen am 21.
Juli leblos in seiner Zelle gefunden.
Wahlmann: Alle Standards eingehalten Ein Notarzt stellte den Tod des Gefangenen durch Strangulation fest.
Der 45-Jährige soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen getötet haben, darunter jeweils drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Hannover und der Einrichtung.
Hintergrund soll ein Sorgerechtsstreit um die zur Tatzeit drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen gewesen sein.
Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen wegen Mordes ein, ein Verfahren gegen Tote ist in Deutschland nicht möglich.
Für den Mann seien im Gefängnis besondere Sicherungsmaßnahmen angeordnet und fortlaufend überprüft worden - sie stellten einen tiefen Eingriff ins Persönlichkeitsrecht dar, erklärte Wahlmann.
Der mutmaßliche Täter habe im Gefängnis unter besonderer Beobachtung gestanden, nach und nach seien die Maßnahmen gelockert worden.
Dabei seien alle Standards eingehalten worden.
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