Donald Trumps Migrationspolitik: Venezolaner nach ICE-Schüssen mit Kugel im Körper
Ein Venezolaner, der in Texas von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE angeschossen wurde, ist nach Angaben seiner Anwältin mit der Kugel im Körper wieder in ein Krankenhaus gebracht worden. Der 28-Jährige war zunächst behandelt und anschließend in ein Abschiebezentrum überstellt worden. Dort habe er unter starken Schmerzen gelitten. Außerdem sei es zu einer Lähmung der linken Körperhälfte gekommen, erklärte die Anwältin Kate Lincoln-Goldfinch.
Die Kugel sei wegen ihrer Nähe zum Rückenmark bislang nicht entfernt worden, sagte der Mann in einem von seiner Anwältin übersetzten Telefonat mit Journalisten. »Mir geht es nicht gut, die Kugel ist immer noch in meinem Körper«, sagte er. Nach Angaben der Anwältin habe ICE auf seine Entlassung aus dem Krankenhaus gedrängt.
Der Venezolaner war am Sonntag in Austin unterwegs, um eine Bestellung für den Lieferdienst DoorDash zuzustellen, als sein Wagen nach seiner Darstellung von einem Fahrzeug mit ICE-Beamten gerammt wurde. Anschließend sei er angeschossen worden. Die Behörden bestätigten eine Schussverletzung am Oberkörper, machten zum Ablauf des Vorfalls aber zunächst keine Angaben.
Nach Angaben seiner Anwältin erhielt der Mann im Abschiebezentrum zunächst keine ausreichende medizinische Versorgung und keine Schmerzmittel. Das Heimatschutzministerium erklärte, er befinde sich bis zu seiner Abschiebung in Gewahrsam. Gegen ihn liege eine rechtskräftige Abschiebeanordnung vor.
Nach Darstellung der Anwältin war der Venezolaner 2024 über das Programm CBP One legal in die USA eingereist. Er habe Asyl beantragt und eine gültige Arbeitserlaubnis besessen. Gegen den ICE-Beamten wird unter Beteiligung des FBI ermittelt.
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