Herbstprognose: Wirtschaftsinstitute erwarten doppelt so hohes Wirtschaftswachstum
Die deutsche Wirtschaft hat sich besser erholt als noch im Frühjahr erwartet. Führende Wirtschaftsinstitute rechnen in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent. In ihrer Frühjahrsprognose waren die Institute von 0,6 Prozent ausgegangen.
Auch in den kommenden zwei Jahren erwarten die Experten eine Fortsetzung des Aufschwungs. Für 2027 rechnen sie mit einem Anstieg von 1,1 Prozent, für 2028 mit 0,4 Prozent.
»Die Wirtschaft hat sich robuster entwickelt als erwartet. Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten«, sagt Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Als Gründe für die positive Entwicklung nannten die Wirtschaftsinstitute unter anderem eine Zunahme der Exporte. Die negativen Folgen des Irankriegs sind zudem nicht so schlimm wie befürchtet. »Der mit dem Irankrieg verbundene Energiepreisschock hat die deutsche Wirtschaft zwar gebremst, die höheren Preise für Kraftstoffe und Heizöl sind bislang aber kaum auf die übrigen Verbraucherpreise übergesprungen«, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Im Frühjahr hatten die Wirtschaftsinstitute ihre Prognose wegen des Irankriegs nach unten korrigiert.
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