Landtagswahlen: Analyse: Linke in Berlin stärkste Kraft in Wahl ohne Sieger
Die Analyse der Forschungsgruppe Wahlen zur Berlin-Wahl fällt für keine Partei schmeichelhaft aus.
Auch nicht für die Linke, die nach den Hochrechnungen am besten abschneidet.
Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben nach einer Analyse von Meinungsforschern erstmals ausnahmslos alle Parteien ein Negativimage gehabt. „Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin gibt es viel Unzufriedenheit und kein einziges politisches Angebot, das unterm Strich überzeugt“, schreibt die Forschungsgruppe Wahlen. „Bei großen Defiziten aller Parteien fehlt in Berlin ein überzeugendes Gesamtangebot.“ Die Linke sei „stärkste Partei bei einer Wahl ohne echten Sieger“ geworden.
Die Wahl sei überlagert worden von viel Kritik am Senat und auch an der Opposition.
Die Spitzenkandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters seien durchweg schwach bewertet worden.
Bei den Sachthemen hätten sich die Parteien meist nur mit Einzelthemen profiliert.
Die Linke habe von Großstadtthemen profitiert.
Eine AfD -Regierungsverantwortung werde sehr klar abgelehnt.
76 Prozent fänden dies schlecht.
Menschen in Berlin sehen Stadt schlecht vorbereitet für Zukunft Nach Darstellung der Forschungsgruppe Wahlen sprechen mit 80 Prozent so viele Wahlberechtigte wie noch nie von einer schlechten Zukunftsvorbereitung der Stadt.
Für 45 Prozent sei „keine Partei geeignet, die Probleme in Berlin zu lösen“.
Auch die AfD gelte nicht als Alternative. „Bei einer weitaus kritischeren Sicht auf die AfD als bei den Wahlen in den ostdeutschen Flächenländern gibt es in Berlin ein sehr deutliches Nein zu AfD-Regierungsverantwortung.“ Das schwache Abschneiden von CDU und SPD erkläre sich zunächst leistungsbezogen.
Zwar seien die Menschen in Berlin mit ihrem Senat schon immer relativ kritisch ins Gericht gegangen.
Es habe aber nie zuvor eine Landesregierung mit so schlechten Noten gegeben - minus 1,4 auf der +5/-5-Skala.
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