Einzelhandel: Sardinen in Lebensmittelgeschäften teilweise knapp
Bei Supermärkten und Discountern kommt es zu Engpässen bei Sardinen.
Ein Experte erklärt die Gründe – und warum eine schnelle Entspannung nicht in Sicht ist.
Wer Sardinen kaufen will, wird derzeit nicht in allen Supermärkten und Discountern fündig.
Das Angebot ist ausgedünnt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehreren Handelsunternehmen zeigt.
Einzelne Produkte könnten zeitweise nicht verfügbar sein, teilte der Discounter Aldi Nord mit. „Die Verfügbarkeit von Sardinen ist aktuell aufgrund herausfordernder Bedingungen beim Fischfang teilweise eingeschränkt.“ Die Supermarktkette Rewe sprach von einer „europaweit angespannten Rohwarensituation“.
Betroffen seien Eigenmarken- und Markenartikel.
Lidl teilte auf Nachfrage mit: „Aktuell kann es aufgrund einer steigenden Nachfrage nach Sardinen punktuell zu Verfügbarkeitseinschränkungen kommen.“ Gemeinsam mit Lieferanten arbeite man daran, die Warenverfügbarkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.
Auch Kaufland räumte vereinzelte Engpässe ein.
Der Lebensmittel -Lieferdienst Picnic ist nach eigenen Angaben ebenfalls betroffen.
Zuvor hatte „Die Welt“ über das Thema berichtet.
Fangmengen deutlich rückläufig Was ist der Grund für die Knappheit? „Die für den europäischen Markt wichtigste Sardinenfischerei vor den Küsten von Marokko und der Westsahara leidet seit Jahren unter rückläufigen Beständen“, sagt Stefan Meyer, Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums in Hamburg.
2022 seien nach Angaben der marokkanischen Fischereiverwaltung 965.000 Tonnen angelandet, 2024 nur noch 525.000.
Auch im vergangenen Jahr habe sich die Lage nicht verbessert, so der Experte.
Ursachen seien die Folgen des Klimawandels, veränderte Meeresbedingungen und hoher Befischungsdruck.
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