Bundesliga-Zehner in den Startlöchern - Doch wer stoppt Hansas Gegentor-Flut?
Hansa-Trainer Daniel Brinkmann sucht weiter nach seiner Stammelf. Doch egal, wen er aufstellt und welches System er wählt: Rostocks Gegner treffen zu leicht.
Beim 0:4 gegen den VfB Stuttgart begann Hansa erstmals mit einer Dreierkette. Franz Pfanne und Ahmet Gürleyen rückten in die Startelf. Auch Yannick Michaelis, Kenan Fatkic und Leon Dajaku begannen erstmals.
Mehr Sicherheit brachte der Umbau nicht. In den ersten drei Pflichtspielen kamen bereits 19 Profis zum Einsatz. Die ernüchternde Bilanz: neun Gegentore.
„Wir haben jetzt einfach zu viele gekriegt“, sagt Pfanne. Hansa arbeite im Training an den Fehlern, die Bilanz sei aber „eindeutig zu viel“. Damit benennt der Routinier die zentrale Baustelle. Der Mannschaft fehlen Abstimmung, Konsequenz und Sicherheit.
Gürleyen freute sich trotz der deutlichen Niederlage über seine Chance: „Es hat mich gefreut, dass der Trainer mir vertraut hat.“ Ob Pfanne und Gürleyen gegen Saarbrücken erneut beginnen, ist offen. Auch die Systemfrage bleibt: Hält Brinkmann an der Dreierkette fest oder stellt er wieder auf die vorherige Viererkette um?
Gegen den 1. FC Saarbrücken am Sonntag (13.30 Uhr) wartet der nächste Härtetest. Unabhängig von Aufstellung und System muss Hansa endlich geschlossen verteidigen. Es ist zugleich die letzte Partie vor dem Transferschluss (1. September). Obwohl die Defensive aktuell die größte Baustelle ist, sucht Hansa weiter nach einem Spielmacher.
Ungewöhnlich: Am Donnerstag gab Brinkmann seiner Mannschaft trainingsfrei.
Auch die Torwart-Situation ist angespannt. Ersatz-Keeper Yannic Stein verletzte sich im Training am Knie und wurde am Dienstag erfolgreich operiert. Wie schwer die Verletzung ist, machte Hansa bislang nicht öffentlich. Der 21-Jährige wird wohl erst wieder 2027 ein ernster Herausforderer.
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