Studie: Zu langes Sitzen kann das Krebsrisiko erhöhen
Forscher haben in einer großen Studie herausgefunden, dass durch stundenlanges Sitzen das Krebsrisiko steigt.
Aber: Schon kleine Pausen vom Sitzen helfen.
Dieser Artikel erschien zuerst bei RTL.de Für ihre im Juli 2026 im Fachjournal PLOS Medicine veröffentlichte Untersuchung analysierten Forscher der University of Glasgow die Daten von 91.292 Teilnehmern der UK Biobank.
Im Durchschnitt wurden die Teilnehmer mehr als zwölf Jahre beobachtet.
Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob es beim Krebsrisiko nicht nur darauf ankommen könnte, wie lange wir insgesamt sitzen, sondern auch darauf, wie sich diese Sitzzeit über den Tag verteilt.
Die Bewegung der Teilnehmer wurde zunächst sieben Tage lang mit einem Sensor am Handgelenk aufgezeichnet.
Als lange Sitzphase definierten die Wissenschaftler einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten, in dem mindestens 90 Prozent der Zeit bewegungsarm verbracht wurden.
Als unterbrochen galten dagegen kürzere Phasen oder längere Zeiträume, bei denen mehr als zehn Prozent der Zeit mit Bewegung unterbrochen wurden.
Wichtig: Daraus folgt nicht, dass exakt nach 30 Minuten Sitzen etwas Gefährliches im Körper passiert.
Die Wissenschaftler nutzten diese Grenze zunächst, um unterschiedliche Bewegungsmuster miteinander vergleichen zu können.
Das Ergebnis dieses Vergleichs ist dennoch bemerkenswert: Jede zusätzliche Stunde pro Tag, die Teilnehmer in langen, weitgehend ununterbrochenen Sitzphasen verbrachten, war mit einer rund neun bis zehn Prozent höheren Krebssterblichkeit verbunden.
In die andere Richtung zeigte das Ergebnis beim unterbrochenen Sitzen: Eine zusätzliche Stunde pro Tag in dieser Kategorie war mit einer rund 19 Prozent niedrigeren Krebssterblichkeit verbunden.
Die Forscher ziehen daraus eine wichtige Schlussfolgerung: „Nicht nur die gesamte sitzend verbrachte Zeit, sondern auch die Art, wie sich diese Zeit ansammelt, könnte für das Krebsrisiko wichtig sein“, heißt es sinngemäß übersetzt in der Studie.
So einfach ist es leider nicht.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.