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Kultur

Korruptionsermittlungen gegen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro in Brasilien

Stern ·
Korruptionsermittlungen gegen Präsidentschaftskandidaten Bolsonaro in Brasilien

Wegen des Verdachts der Korruption und Geldwäsche ermittelt die brasilianische Polizei gegen den rechtsgerichteten Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro.

Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor, das am Freitag - 23 Tage vor der Wahl - publik wurde.

Demnach beziehen sich die bereits seit Juli laufenden Ermittlungen auf die Finanzierung des Dokumentarfilms „Dark Horse“ über den früheren rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro, den Vater von Flávio Bolsonaro.

Der Präsidentschaftskandidat sagte, er habe „nichts zu verbergen“.

Bei der Wahl am 4.

Oktober tritt Senator Flávio Bolsonaro gegen den linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva an.

Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.

Sollte keiner der beiden die notwendige Mehrheit erreichen, findet am 25.

Oktober eine Stichwahl statt.

Laut dem nun bekannt gewordenen Justizdokument hatte ein Richter am Obersten Gericht bereits im Juli die Ermittlungen gegen Flávio Bolsonaro im Zusammenhang mit der „Finanzierung der Produktion“ der Doku über seinen Vater genehmigt.

Der 45-jährige Senator hatte im Mai eingeräumt, den inzwischen inhaftierten Banker Daniel Vorcaro um Millionensummen zur Finanzierung des Films gebeten zu haben.

Er bestritt jedoch, dass es dabei Gesetzesverstöße gegeben habe.

Vorcaro befindet sich seit November vergangenen Jahres wegen des Verdachts auf milliardenschweren Finanzbetrug durch sein später insolventes Bankhaus Master in Haft. „Der Film ist vollkommen legal“, sagte Flávio Bolsonaro am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Die Polizei untersucht, ob die von Vorcaro geflossenen Gelder möglicherweise nicht für den Film, sondern zur Unterstützung von Eduardo Bolsonaro , einem anderen Sohn des Ex-Staatschefs, verwendet wurden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus einer Quelle am Obersten Gericht erfuhr.

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