Rüffel für Griechen - Klose erzieht Kalogeropoulos: „Nur dann lernt er es“
„Er muss wissen, dass er sein Ego nicht über die Mannschaft stellen kann.“ Mit dieser Aussage macht Nürnbergs Trainer Miroslav Klose (48) deutlich: Die erste Auswechslung seiner FCN-Zeit in Cottbus (1:1) war für Alexios Kalogeropoulos (22) nur der Anfang der Aufarbeitung.
Der griechische U21-Nationalspieler bewegte sich nach seiner Gelben Karte gefährlich nah an einem Platzverweis. Immer wieder lieferte er sich verbale und körperliche Scharmützel mit Cottbus-Angreifer Justin Butler (25). Wie angekündigt folgten intensive Gespräche. Klose: „Wir haben mittlerweile drei Gespräche seitdem geführt. Er hat sich da reingesteigert. Da war die Gefahr einfach zu groß. Und wenn ich als Trainer zweimal etwas sage und er nicht reagiert, dann muss er halt runter. Nur dann lernt er es.“
Die Botschaft kam an. Klose: „Er hat es akzeptiert, er hat sich entschuldigt, das ist völlig okay. Aber ich weiß, dass solche Situationen noch einmal kommen werden. Vielleicht ist es schon gegen Lautern so. Mir ist vor allem wichtig, welche Reaktion er zeigt.“ Heißt: Der Grieche darf sich nicht wieder auf ein Privatduell einlassen und darüber die Mannschaft vergessen.
Auch im Umgang mit Schiedsrichtern fordert Klose mehr Cleverness. Zu viel Theater schade am Ende nur ihm selbst. Der Trainer erklärte seinem Verteidiger, dass manche Pfiffe womöglich ausbleiben, wenn er zuvor ständig reklamiert. Klose: „Das musste man ihm aufzeigen, dann war er total einsichtig.“ Die Einsicht hat Kalogeropoulos gezeigt. Jetzt muss er beweisen, dass sie auch 90 Minuten lang auf dem Platz hält.
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