„Sonst sind wir gelähmt“ - Lustrinelli sehnt Stürmer-Comeback herbei
Die Schießbude ist seit zwei Spielen geschlossen. Und jetzt? Unter Mauro Lustrinelli (50) soll Union lernen, offensiver zu spielen. Der neue Union-Fußball soll Spaß machen beim Zuschauen und den Fans durch viele Tore Freude bereiten. Zum Saisonstart fielen die aber meist auf der falschen Seite. Nur fünf Treffer erzielten sie selbst.
Immerhin: Zweimal haben die Eisernen jetzt zu null gespielt. Jetzt können sie anfangen, an ihren eigenen Offensiv-Qualitäten zu arbeiten. Dafür fehlt aber ein entscheidender Spieler, wie Lustrinelli selbst zugibt: „Um unser Spiel zu spielen, brauchen wir körperliche Stürmer. Sonst sind wir gelähmt.“
Gemeint ist vor allem Andrej Ilic (26), der im Strafraum mit 1,89 Metern groß genug ist, um Flanken weiterzuverarbeiten und Bälle festzumachen. Der Serbe erlitt im Sommer zuerst eine Lebensmittelvergiftung, musste danach noch am Blinddarm operiert werden.
Wann Ilic allerdings zurückkehrt, ist noch völlig offen. Mit Oliver Burke (29) fehlte Union zuletzt auch der zweite große Stürmer im Kader (1,88 Meter). Nach einer Achillessehnen-Verletzung gab er gegen Elversberg zwar sein Comeback. Fiel gegen Dortmund dann aber wieder krankheitsbedingt aus.
Im Sturm bleiben momentan noch Tim Skarke (30) und Emmanuel Latte Lath (27) übrig. Beide haben schon gezeigt, was sie können. Skarke mit 1,81 Metern und Latte Lath mit 1,76 Metern Körpergröße sind aber andere Spielertypen.
Lustrinelli selbst zieht den Vergleich zu seinem Meisterteam in Thun: „Letztes Jahr in Thun haben wir mit zwei Spielern von 1,95 Metern Größe gespielt.“ Davon kann er in Köpenick momentan nur träumen.
Profiteur der Situation: Nachwuchstalent Mekhi Gray (19). Gegen Dortmund wurde er zum zweiten Mal eingewechselt und behielt die Nerven. Ilic und seine Erfahrung kann Gray aber noch nicht ersetzen.
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