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„Elektronisches Babysitting“ - Empörung über iPhone-Werbung mit Baby

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„Elektronisches Babysitting“ - Empörung über iPhone-Werbung mit Baby

Während in der EU und vielen anderen Regionen Altersbeschränkungen für die Smartphone-Nutzung diskutiert werden, schlägt Apple anscheinend die gegensätzliche Richtung ein. In der Werbekampagne „Relax, es ist ein iPhone“ zeigt der Konzern ein Kleinkind mit Smartphone. Der italienischen Kinder- und Jugendbeauftragten AGIA geht das zu weit. In Mailand hat Apple die kontroverse Werbung deshalb wieder entfernt.

Die Werbekampagne soll die Robustheit von iPhones hervorheben – und zeigt das Gerät unter anderem im Regen, beim Herunterfallen und im Hundemaul. Das Motiv mit einem Kind zwischen Baby- und Kleinkindalter, das ein mit Essen verschmiertes iPhone hält, ist in mehreren Städten weltweit zu sehen. Der Slogan ist immer derselbe: „Relax, es ist ein iPhone“.

Auch in Mailand war das entsprechende Plakat neben anderen Motiven an einer Brücke angebracht. Darüber beschwerte sich eine Einwohnerin bei der italienischen Kinder- und Jugendbeauftragten Autorità Garante per l’Infanzia e l’Adolescenza (AGIA). Diese gab den Fall an mehrere zuständige Stellen weiter, darunter die Kommunikationsaufsicht AGCOM. Eine Woche später tauschte Apple das Riesenplakat gegen eine harmlose Alternative aus, wie das Magazin „ primaonline “ berichtet.

Die Mailänderin hatte in ihrem Schreiben von „elektronischem Babysitting“ gesprochen. In ihrer eigenen Pressemitteilung prangert die AIGA Apples taktlose Werbekampagne an:

Bislang sind keine weiteren Fälle bekannt, in denen die Plakate wieder entfernt wurden. Allerdings stoßen die Anzeigen auch in den USA auf Unverständnis. Ashley McGuire von The Catholic Association of America (TCA) spricht gegenüber dem National Catholic Register von „ Gaslighting “ – psychologischer Manipulation.

Für McGuire ist das Motiv des Kleinkinds mit iPhone in der Hand eine Beleidigung gegenüber „Eltern, die angesichts einer sehr realen und akuten psychischen Gesundheitskrise durch exzessive Bildschirmnutzung besorgt sind“. Selbst wenn die Plakate scherzhaft gemeint seien, sei es ein Zeichen dafür, „wie wenig Rücksicht die großen Technologiekonzerne auf Familien und besonders schutzbedürftige Kinder nehmen“.

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