Zwischen Himmel und Hölle - Darum sind Sterner-Tore für Dynamo so wertvoll
In einer Woche zwischen Himmel und Hölle: Jonas Sterner (24) hat bei Dynamo Dresden gleich zum Saisonbeginn die emotionale Achterbahn voll mitgenommen.
Rückblick: Bei der bitteren Auftakt-Klatsche in Nürnberg hagelte es für den Rechtsverteidiger, der mit Dreifach-Schütze Mohamed Zoma nicht wirklich zurechtkam, reichlich Kritik. „Ich kann das immer ein bisschen verstehen“, nahm es Sterner sportlich. „Ich bin einer, der das selber gerne analysiert. Die Kritik nehme ich an, sie war einfach berechtigt.“
Genauso wie das Lob nach dem 1:0-Sieg beim ersten Saison-Heimspiel gegen Darmstadt 98! Da nämlich wurde der offensivstarke Defensivmann zu gefeierten Helden und Siegtorschützen. „Ich bin froh, dass ich es diesmal besser gemacht habe und so der Mannschaft und dem Verein helfen konnte“, strahlte Sterner nach Abpfiff.
Nach einem beherzten Solo samt perfektem Doppelpass mit Vincent Vermeij netzte er ganz cool zur so wichtigen Führung ein. „Das war schon so, wie uns das unter der Woche aufgezeigt wurde. Viel spielen und gehen. Dass ich am Ende vor dem Tor lande, ist jetzt auch nicht immer so. Das war so ein bisschen wie auf Autopilot: Ich bin gelaufen, stand auf einmal da und dann war er drin.“
Dass Sterner weiß, wo das Tor steht, deutete er schon in der Vorbereitung mit dem einen oder anderen teils spektakulären Testspiel-Tor an. Jetzt also auch sein erster Zweitliga-Treffer für Dynamo. „Die letzten beiden Spiele hatte ich nicht getroffen. Da wollte ich mal wieder“, scherzt der Schütze. Insgesamt war es das vierte Tor im deutschen Unterhaus. Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht dabei: Wenn er trifft, ist das goldwert.
Genau wie das Tor gegen Darmstadt bescherten nämlich auch die drei anderen für seinen Ex-Klub Holstein Kiel gegen Fürth (2:1), den HSV (4:2) und Düsseldorf (1:0) stets drei Punkte. Sterner: „Top! So kann es gerne weitergehen.“
Wobei der Sieg gegen den SVD ein Verdienst der gesamten Mannschaft war, die nach dem verpatzten Auftakt beim Club eine starke Reaktion gezeigt hat. „Gerade mit Ball hatten wir eine gute Ruhe, haben schnell gespielt. Und hinten wenig zugelassen. Alles in allem eine Top-Mannschaftsleistung“, resümierte Sterner.
Die sollte er mit Dynamo Dresden am Sonntag im DFB-Pokal bei Viertligist Westfalia Rhynern möglichst wiederholen. Idealerweise mit einem weiteren Tor. Dann dürfte das Weiterkommen sicher sein...
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