„Frieden finden“: Mörder von Amy: „Das Einzige, was ich noch gut machen kann“
Jahrzehntelang blieb der Fall Amy Lopez ungeklärt - nun besteht Klarheit: Ein 81-Jähriger ist als ihr Mörder verurteilt worden.
Was der letzte Prozesstag für Amys Familie bedeuten kann.
Es ist ein Moment, der jahrzehntelang undenkbar schien: Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an der US-amerikanischen Touristin Amy Lopez ist ihr Mörder gefunden und verteilt worden.
Wegen der Tat, die er im Jahr 1994 begangen hat, muss der 81 Jahre alte Angeklagte eine lebenslange Haftstrafe antreten, wie der Vorsitzende Richter Rupert Stehlin im Landgericht Koblenz verkündete.
Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest.
Dass der Fall nicht nur die Justiz beschäftigte, zeigte sich auch an den Menschen, die in Schlange vor dem Gericht standen.
Im Saal war auch am letzten Prozesstag jeder Platz belegt.
Besonders die Anwesenheit des Vaters und des Bruders der getöteten Amerikanerin prägte die Atmosphäre im Saal – sie saßen rund eine Stunde Amys Mörder gegenüber und blieben dennoch gefasst.
Es handelte sich dem Richter zufolge um einen „außergewöhnlichen Fall“.
Bei aller Erleichterung über Aufklärung bleibe eine große Bedrückung.
Mit ihrem Urteil folgte die Kammer den einstimmigen Einschätzungen der Staatsanwaltschaft , der Nebenklägervertreter und Verteidiger.
Der Angeklagte hatte die Tat zum Prozessauftakt pauschal eingeräumt.
Mord im Jahr 1994 Das Gericht sieht es damit als erwiesen an, dass der Mann im September 1994 die 24 Jahre alte Amy Lopez gefesselt, sexuell missbraucht und mit neun Messerstichen getötet hat.
Der Mord sei heimtückisch und zur Befriedigung des Geschlechtstriebs erfolgt.
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