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Karin Prien greift Wut-Ärztin an - „Dann geht politisch bald nichts mehr“

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Karin Prien greift Wut-Ärztin an - „Dann geht politisch bald nichts mehr“

Berlin – Der heftige TV-Auftritt einer Kinderärztin gegen Kanzler Friedrich Merz sorgt weiter für Diskussionen. Jetzt meldet sich Bundesministerin Karin Prien (61, CDU) zu Wort – und warnt vor einer Verrohung der politischen Debatte.

Die Kinderärztin und Influencerin Bea Merscher hatte Merz am Donnerstag in der RTL-Talkrunde „Am Tisch mit Friedrich Merz “ scharf attackiert. Sie warf ihm unter anderem vor, seinen Amtseid zu brechen und „menschenverachtende“ Gesetze zu erlassen. Merscher bezog sich dabei auf das GKV-Spargesetz, mit dem die Bundesregierung die Krankenkassen ab 2027 um rund 19 Milliarden Euro jährlich entlasten will. Merz konterte in der Sendung, der Angriff gehe „über das normale Maß der Kritik hinaus“.

Nun schaltet sich Familienministerin Karin Prien in die Debatte ein. Zu BILD sagt sie: „Wenn dabei jeder Reformvorschlag, der den Status quo infrage stellt, gleich als menschenverachtend diffamiert wird, schlimmer noch, der Vorschlagende persönlich diffamiert wird, geht politisch bald nichts mehr.“

Ihr Appell: „In der Debatte darüber muss es möglich sein, Standpunkte zivilisiert und respektvoll auszutauschen, ohne dass man den anderen herabwürdigt.“ Und Prien legt nach: „Wer den anderen mit maximalen Anschuldigungen überzieht, tut nichts für die Debatte und erreicht vermutlich auch in der Sache nichts.“

Klarer kann eine Absage an die Wut-Debatte kaum sein. Doch die wird weitergehen. Kinderärztin Merscher hat zu einer Protest-Demo gegen die Gesundheitssparpläne der Bundesregierung am 5. September in Berlin aufgerufen.

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