Zwei Rekorde für unsere Nummer 1 - Zverev im Finale der US Open!
Es ist ein unfassbares Jahr, das Alexander Zverev (29) spielt! Bei den US Open in New York erreicht der Hamburger sein drittes Grand-Slam-Finale 2026, und noch dazu das dritte in Folge. Im Habfinale besiegt er den Russen Karen Khachanov (30) 6:3, 7:6, 7:6 und kämpft am Sonntag (20 Uhr MESZ, sporteurope.tv und Sky) um seinen zweiten Major-Titel nach dem in Paris bei den French Open im Juni. Gegner wird ein Amerikaner sein: Ben Shelton (23) oder Frances Tiafoe (28).
Im Januar begann sein gigantisches Grand-Slam-Jahr mit dem Halbfinale der Australian Open. Wer hätte damals gedacht, es würde sein „schlechtestes“ der vier großen Turniere bleiben? In Paris, wo er dann auch gewann, Wimbledon und nun New York war und ist die Nummer 2 der Welt jeweils im Endspiel. Drei Grand-Slam-Finals in Serie, das gelang noch keinem deutschen Mann, auch Boris Becker (58) nicht. Eine sagenhafte Bilanz! Nächster Rekord: Auch zwei US-Open-Finals schaffte bislang noch kein männlicher DTB-Profi. Zverev, der 2020 um zwei Punkte am Österreicher Dominic Thiem (33) scheiterte, ist der erste.
Insgesamt steht der Gewinner des Sport-Bild-Awards 2021 und 2026 zum sechsten Mal im Endspiel bei einem der vier wichtigsten Events. Drei Niederlagen gab es, ehe in Paris am 7. Juni die vorläufige Krönung folgte und er das Image des Unvollendeten ablegte. Dabei fehlt ja noch die Nummer 1 in der Welt zu seinem großen Glück, sein neues Ziel.
Gegen Khachanov gewann Zverev 2021 in Tokio das Olympiafinale. Diesmal ist es anfangs ähnlich deutlich. Viel zu viele Fehler beim Russen, Zverev dagegen solide, der erste Satz ist schnell 6:3 für Zverev entschieden. Der macht auch sofort ein Break nach Wiederbeginn, aber plötzlich kämpft sich die Nummer 50 der Welt zurück, kann Zverev sogar den Aufschlag abnehmen. Beim 3:4 eine Schrecksekunde, als der Favorit wegrutscht und auf dem Rücken landet. Doch da konnte er schon wieder lächeln, nichts passiert.
Aber Zverev ist nicht mehr der Zverev aus dem ersten Satz. Die Dominanz ist weg und so geht es in den Tiebreak, der satte 14 Minuten dauert. Den holt sich dann der zweimalige Weltmeister und ist mit dem 2:0 auf dem klaren Weg Richtung Finale. Auf der Tribüne sind auch ehemalige Fußball-Weltmeister dabei: Ronaldo (49) und Jérôme Boateng (38).
Die sitzen in einer Loge. Nicht bei ihnen, aber bei anderen der Vip-Suiten gehen Ende des dritten Satzes mehrmals die Türen auf, just in dem Moment, in dem Zverev aufschlagen will. Die Sonne steht zu dieser Zeit so ungünstig, dass er geblendet wird, wenn die Reichen und Schönen rein oder rausgehen und das Licht auf das Glas fällt und gespiegelt wird. Deutschlands Nummer 1 beschwert sich beim Schiedsrichter: „Das ist eine Lotterie, ob du den Ball siehst oder nicht.“ Machen kann der Referee nichts.
Es geht daher erneut in den Tiebreak. Da scheint Zverev auf verlorenem Posten, liegt 1:4 und 2:5 zurück, ehe eine unglaubliche Aufholjagd startet. Zwei Satzbälle wehrt er ab und hat nach 2:57 Stunden Matchball.
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