„Leben macht Spaß“: Jean Pütz will jetzt 100 Jahre werden
Der ehemalige „Hobbythek“-Moderator Jean Pütz blickt weit über seinen anstehenden 90. Geburtstag hinaus. „Ich will ja jetzt auch noch 100 werden “, sagte der ehemalige WDR-Journalist der Deutschen Presse-Agentur. „Deswegen mache ich weiter und mische mich auch ein. Insbesondere in die Technologiepolitik“, kündigte er an.
Pütz äußert sich unter anderem auf seinem Facebook-Kanal noch regelmäßig zum Zeitgeschehen. 90 Jahre alt wird er am Montag, den 21. September 2026.
Zuletzt hatte Pütz durchaus gesundheitliche Rückschläge, lässt sich davon aber nicht entmutigen. Nach eigenen Angaben hat der Moderator eine neue Herzklappe bekommen, zudem machen ihm die Augen zu schaffen.
Lesen und schreiben könne er nicht mehr, er müsse alles diktieren, sagte er. „Aber: Man darf nicht aufgeben!“, sagte Pütz. Damit könne man wunderbar leben. „Und das Leben macht auch noch Spaß.“ Das Schicksal habe es gut mit ihm gemeint.
Ein Grab auf dem berühmten Melatenfriedhof in Köln hat er sich nach eigenen Angaben allerdings schon reservieren lassen. Es handle sich um „eine Gruft, in die außer uns noch 18 Zeitgenossen hineinpassen“, so Pütz. „Meine Familie und gute Freunde sind herzlich willkommen. Allerdings erst dann, wenn sie in die ewigen Jagdgründe gewandert sind.“
Der in Köln geborene Sohn eines Deutschen und einer Luxemburgerin wurde vor allem durch die WDR-Sendung „Hobbythek“ bekannt, die er in den 1970er Jahren erfand und rund 30 Jahre lang moderierte. Als einer der ersten bereitete Pütz Wissenschaftsthemen im Fernsehen unterhaltsam auf. „Ich habe dem öffentlich-rechtlichen WDR viel zu verdanken“, erklärte Pütz.
Wer wie Jean Pütz ein langes Leben anstrebt, kann im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten selbst etwas dafür tun. Dazu zählen folgende Maßnahmen:
Bewegungsscheue verdoppeln ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Wer dagegen sein Leben lang in Bewegung bleibt und moderat Sport treibt, hat laut Studien die besten Chancen auf ein langes, gesundes Leben.
Sport stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, senkt Stress-Symptome und beugt Diabetes, Übergewicht und Osteoporose vor. Selbst die Gehirnleistung im Alter beeinflusst der Sport positiv .
Für ein bewegtes Leben ist es übrigens nie zu spät: Auch wer erst im Alter beginnt, profitiert praktisch sofort von den positiven Wirkungen.
Kaum etwas beeinflusst die Gesundheit mehr als eine gesunde Ernährung. Dazu gehört viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch, Fett und Zucker, dafür Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte. Diese Diät erhält laut Ernährungsexperten nicht nur unsere Lebensfunktionen, sondern stärkt auch das Immunsystem.
Die traditionelle Küche der japanischen Inselgruppe Okinawa setzt genau das um, was die moderne Ernährungswissenschaft heute als gut und richtig erkennt. Sie enthält wenig Kalorien und dafür viel gelbes und grünes Gemüse, etwa Kürbis, Gurke, Algen, sowie Fisch und Meeresfrüchte.
Das Resultat: Auf den Inseln leben so viele Hundertjährige wie nirgends sonst , nämlich etwa 34 pro 100.000 Einwohner. In Deutschland sind es nur etwa sieben pro 100.000.
Mittlerweile ist der Fast-Food-Trend jedoch auch auf Okinawa angekommen und die Zahl der Hundertjährigen sinkt.
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