Landesdelegiertenversammlung: Koalition und Konkurrenz: Aiwangers Freie Wähler und die CSU
Zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl strotzen die Freien Wähler vor Selbstbewusstsein.
Was bedeutet das für die Stimmung in der Koalition? Am Ende stehen die Freien Wähler auf und applaudieren ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger minutenlang.
Der winkt zufrieden in den Saal.
Hinter ihm auf der Bühne steht das Motto seiner Rede auf dieser Landesdelegiertenversammlung: „Ein Glück, dass es die Freien Wähler gibt.“ Mit diesem demonstrativen Selbstbewusstsein wollen die Freien Wähler in die Zukunft gehen, vor allem in die nächsten zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl.
Die Kommunalwahl-Erfolge aus dem Frühjahr beflügeln dabei.
Aiwanger gibt deshalb Richtung und Ziele vor: „Wir müssen in den Kommunen stark bleiben, noch stärker werden.
Wir müssen im bayerischen Landtag stark bleiben, noch stärker werden.
Und ja, wir müssen auch in die Bundesregierung irgendwann einziehen“, sagt er und argumentiert: „Weil uns auch Deutschland braucht, weil wir nicht zusehen können, wie dieses Land den Bach runtergeht.“ Aiwanger vermeidet CSU -Kritik Aiwanger kritisiert „Ideologen“, die für eine gesellschaftliche Spaltung mitverantwortlich seien.
Er spricht von „Chaos“ in einzelnen Ländern und Regierungsfähigkeit an vielen Orten und beklagt einen politischen Extremismus, der um sich greife.
Mit Blick auf die Linkspartei in Berlin sagt er, dort wollten Parteien Verantwortung übernehmen, die „politisch radikal unterwegs sind, die mit organisierten Kriminellen Wahlpartys feiern“.
Auf die AfD oder deren Wahlerfolge, speziell in Sachsen-Anhalt, geht er dagegen nicht explizit ein.
Interessant ist auch, wen Aiwanger noch von Kritik ausnimmt.
Zwar kritisiert er die Bundesregierung, an der ja neben der SPD auch CDU/CSU beteiligt seien.
Auf Kritik am eigenen Koalitionspartner in Bayern, der CSU, verzichtet er aber.
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