"Genau darüber reden": Merz will an die private Krankenversicherung ran
Seit jeher steht die CDU hinter dem zweigeteilten System der Krankenversicherung. Doch das duale Konstrukt könne in der Bevölkerung auch als "Gerechtigkeitsproblem" wahrgenommen werden, räumt Kanzler Merz ein. Nach den Landtagswahlen kündigt er Änderungen an.
Nach den Niederlagen seiner Partei bei den jüngsten Landeswahlen hat der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz einen Kurswechsel seiner Partei in der Frage der Krankenversicherung in Aussicht gestellt. Das "Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung" werde von vielen Menschen als "Gerechtigkeitsproblem" betrachtet, sagte Merz nach den Sitzungen der CDU-Parteigremien in Berlin.
"Es gibt gute Gründe für beide Systeme, aber wenn die Bevölkerung das als ein so massives Problem ansieht - und ich teile die Einschätzung -, dann müssen wir daran etwas ändern, und genau darüber werden wir reden." In der Bevölkerung habe sich "der Eindruck verfestigt, dass diejenigen, die privat versichert sind, sofort jede Leistung bekommen und diejenigen, die gesetzlich krankenversichert sind, Wochen und Monate darauf warten müssen", sagte Merz weiter. "Wir sehen das Problem."
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