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Kultur

Historischer Linken-Sieg in Berlin - Spitzenkandidatin Eralp will Regierung bilden

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Historischer Linken-Sieg in Berlin - Spitzenkandidatin Eralp will Regierung bilden

Historischer Sieg der Linkspartei in Berlin: Erstmals hat die Linke eine Wahl zum Abgeordnetenhaus gewinnen können.

Spitzenkandidatin Elif Eralp will nun als Regierende Bürgermeisterin die sogenannte Vergesellschaftung von Wohnungsbaukonzernen umsetzen.

Das wiederum könnte Koalitionsgespräche mit der SPD erschweren - Eralp zeigte hier am Sonntag allerdings keine Kompromissbereitschaft.

Die Linke holte das beste Ergebnis ihrer Geschichte in Berlin und kam nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF vom Sonntagabend auf 25,1 bis 25,5 Prozent.

Damit übertraf die Partei ihr 25 Jahre altes bisheriges Rekordergebnis von 22,6 Prozent deutlich.

Im Vergleich zur Wahl von 2021 verdoppelte sie in etwa ihr Ergebnis.

Nach dem ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in Thüringen könnte Eralp damit die zweite von der Linken geführte Landesregierung bilden.

Die bisher unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner regierende CDU verlor mehr als acht Prozentpunkte auf 18,9 bis 19,2 Prozent und wurde zweitstärkste Kraft.

Auf den dritten Rang kam die AfD mit 15,8 bis 16,1 Prozent vor den Grünen mit 14,3 Prozent.

Die SPD holte mit 12,0 bis 12,1 Prozent ein historisch schlechtes Ergebnis, das BSW verpasste mit 4,7 bis 4,9 Prozent den Einzug ins Landesparlament.

Eine von der Linken geführte Koalition mit Grünen und SPD käme auf eine stabile Mehrheit.

Auch die CDU hätte den Hochrechnungen zufolge in einem Abgeordnetenhaus ohne BSW eine Mehrheit mit Grünen und SPD.

Die Wahlbeteiligung lag bei 73 bis 75 Prozent - nach 62,9 Prozent im Jahr 2023.

Linken-Spitzenkandidatin Eralp reklamierte den Regierungsauftrag eindeutig für sich. „Die Berlinerinnen und Berliner haben mir, haben uns, den klaren Auftrag fürs Rote Rathaus gegeben“, sagte sie in der ARD. „Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben“, fügte sie hinzu. „Unsere Inhalte haben die Wahl gewonnen“, sagte Eralp. „Es braucht endlich diesen Politikwechsel - dafür stehe ich und dafür werde ich in die Gespräche gehen“, ergänzte sie.

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