Kinostart „Spaziergang nach Syrakus“: Kein bleischwerer DDR-Film
Charly Hübner spielt einen DDR-Bürger, der nicht fliehen, sondern reisen will.
Eine überraschend rührende Szene hat mit Parmesan zu tun.
Manche Kinofilme enden mit dem Abspann, andere begleiten einen noch nach Hause. „Spaziergang nach Syrakus “ (Kinostart: 20.
August) gehört zur zweiten Sorte.
Regisseur Lars Jessen (57) erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus der DDR nach Italien will - und dabei eigentlich etwas viel Größeres sucht: Freiheit, Erkenntnis und die Möglichkeit, selbst über das eigene Leben zu bestimmen.
Zur Flucht gezwungen Paul Gompitz ( Charly Hübner , 53) ist Anfang der 1980er Jahre Kellner auf einem Rostocker Fahrgastschiff.
Er träumt von Syrakus auf Sizilien, von Schriftsteller Johann Gottfried Seume (1763-1810) und davon, die Welt mit eigenen Augen zu sehen.
Das Problem: Die DDR lässt ihn nicht.
Paul beantragt eine Reisegenehmigung nach der anderen - vergeblich.
Also beginnt er, seine Flucht zu planen.
Nicht, um im Westen zu bleiben, sondern um nach Italien zu reisen und danach wieder nach Rostock zurückzukehren.
Gerade darin liegt die Besonderheit dieser Geschichte. „Spaziergang nach Syrakus“ basiert auf dem fast gleichnamigen Roman von Friedrich Christian Delius, der wiederum die wahre Geschichte des DDR -Bürgers Klaus Müller aufgreift. „Ja, Paul will eigentlich nicht fliehen, sondern reisen oder zumindest die Möglichkeit dazu haben.
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Trotzdem wird er immer wieder wie ein Flüchtling behandelt“, sagt Hübner im Interview mit spot on news über die absurde Situation, in der sich seine Figur befindet.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.