Friedensnobelpreis geht an Südafrikanerin Navanethem Pillay
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr nach Südafrika. Die Juristin Navanethem "Navi" Pillay wird mit der Auszeichnung für ihren Einsatz für die Menschenrechte prämiert.
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin Navanethem "Navi" Pillay. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt.
Die südafrikanische Juristin mit indischen Wurzeln werde für ihren mutigen Einsatz für das Völkerrecht und ihren Einsatz gegen Kriegsverbrechen und Genozid gewürdigt, sagte der Komiteevorsitzende Jorgen Watne Frydnes.
Pillay wurde 1995 an das Obere Gericht in Südafrika berufen, fünf Jahre später wurde sie Richterin und Vorsitzende des Internationalen Tribunals für Ruanda. Von 2008 bis 2014 war sie UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.
Der Friedensnobelpreis gilt als die weltweit wichtigste Auszeichnung für Verdienste um Abrüstung, Friedenssicherung und Menschenrechte.
Die venezolanische Oppositionspolitikerin und Demokratie-Aktivistin María Corina Machado erhält die Auszeichnung für ihren "unermüdlichen Einsatz zur Förderung demokratischer Rechte für das Volk Venezuelas und für ihren Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von der Diktatur zur Demokratie". Im Januar 2026 überreicht sie ihre Friedensnobelpreis-Medaille an US-Präsident Donald Trump als Zeichen ihrer Anerkennung.
Die japanische Organisation Nihon Hidankyo wird für ihre Bemühungen ausgezeichnet, "eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen".
Die inhaftierte iranische Frauenrechtlerin Narges Mohammadi erhält den Nobelpreis für "ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen in Iran und ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit für alle".
Mit der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, dem ukrainischen Zentrum für bürgerliche Freiheit und dem inhaftierten belarussischen Menschenrechtsaktivisten Ales Bjaljazki teilen sich "drei herausragende Vorkämpfer für Menschenrechte, Demokratie und friedliche Koexistenz" die prestigeträchtige Auszeichnung.
Die philippinische Journalistin Maria Ressa und der russische Journalist Dmitri Muratow werden für ihren "mutigen Kampf für die Meinungsfreiheit" ausgezeichnet.
Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen bekommt den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen hinsichtlich des "Kampfs gegen den Hunger in der Welt".
Dem äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed wird wegen seiner "Bemühungen um Frieden" und insbesondere seines "entschlossenen Einsatzes zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem benachbarten Eritrea" der Preis zuerkannt.
Der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege und die jesidische Aktivistin Nadia Murad werden für ihre Anstrengungen geehrt, "der sexuellen Gewalt als Kriegswaffe ein Ende zu bereiten".
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) wird für ihren Beitrag zur Verabschiedung eines historischen Vertrags zum Verbot von Atomwaffen ausgezeichnet.
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