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Kritik vor Abstiegsduell - Zu lahm? Stamm zählt die Dynamo-Joker an

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Kritik vor Abstiegsduell - Zu lahm? Stamm zählt die Dynamo-Joker an

Dynamo Dresden am Scheideweg! Am Samstag (13 Uhr) beim Abstiegsknaller in Osnabrück muss sich zeigen, ob die Sachsen sich erstmal wieder aus dem Tabellenkeller verabschieden können. Der Druck ist gestiegen, Trainer Thomas Stamm (43) kritisiert erste Fehlentwicklungen und nimmt sich vor allem eine Gruppe zur Brust.

Der Schweizer: „Zur Wahrheit gehört auch, dass Spieler, die von draußen kommen, frisch sind. Da habe ich den Anspruch, dass wir in der Phase auch eine hohe Laufintensität an den Tag legen können. Daher gibt es nicht zwingend einen taktischen Ansatz.“

Stamm zählt die Dynamo-Joker an! Fakt ist: Die Einwechsler waren in dieser Saison nur an einem Tor beteiligt. Bisher kann Dresden von der Bank kaum zulegen. Zum Vergleich: Energie Cottbus hat unter Claus-Dieter Wollitz (61) - rein statistisch bewertet - die besten Wechseloptionen, kommt auf fünf Treffer und vier Vorlagen von Jokern.

Das Verhältnis zwischen hohem Laufaufwand und Ertrag ist bei der SGD auch sonst Thema „Wir haben Phasen, wo wir tiefer stehen und nicht nur anrennen“, sagt Stamm. „Grundsätzlich geht es ganz viel um Ballsicherheit nach Rückeroberungen. Wenn du ihn mit sehr hoher Intensität gewinnst und verlierst ihn gleich wieder, kostet das sehr viele Körner. Hältst du den Ball länger in den eigenen Reihen, hast du weniger Kilometer auf dem Tacho und bist dafür in den entscheidenden Momenten bei Sprints stärker.“

Besonders bestimmte Situationen ärgern den Chefcoach: „Gerade, wenn der Druck des Gegners im Gegenpressing hoch ist, müssen wir bessere Entscheidungen treffen. Dann hast du über 90 Minuten gesehen einen Tick mehr Luft.“

Personell: Links hinten drohen mit Alexander Rossipal und Brooklyn Ezeh (beide fraglich wegen Krankheit) noch Ausfälle. Dort steht Simon Straudi notfalls bereit. Möglich, dass Nicolai Rapp für Thomas Keller (Gehirnerschütterung) wie beim Test in Teplice (0:2) in der Innenverteidigung beginnt. Bei seiner vorherigen Position als Mittelfeldabräumer harmonierte die Schalt-Zentrale noch nicht.

Stamm ordnet das so ein: „Das hat man ja immer gemerkt. Alle Sechser - egal ob im ersten Jahr Vinko Sapina, Lukas Boeder oder im zweiten Kofi Amoako - haben eine gewisse Zeit gebraucht. Wir benötigen mehr Optionen als nur Rappo.“ Dennoch gibt der Trainer zu: „Wenn man die ersten Spiele nimmt, ist das eine Schlüsselposition. Mit und gegen den Ball ist es noch nicht so stabil gewesen. Da gilt es für uns, Schritte zu gehen. Wir sehen uns noch nicht dort, wo wir hinmüssen, um Punkte mitzunehmen.“

Und die eher alarmierenden Zahlen zu Großchancen und Torschüssen der SGD ? „Man muss es immer in einer gewissen Relation sehen. Wichtig ist, dass du weißt, die erste Chance, die du hast, kann drin sein. Das hat Christoph Daferner ja mal richtig gut gesagt. Du musst im Hier und Jetzt Dinge immer wieder neu beweisen. Da geht es auch um Effizienz, Wachheit und Präsenz.“

Was erwartet er vom VfL an der Bremer Brücke? Stamm: „Sie sind aus einer großen Kompaktheit darauf aus, auf Umschaltmomente zu gehen. Vor der Fünferkette gehen sie es unterschiedlich an, haben Geduld, auch mal tiefer zu stehen und den Ball nicht zu haben.

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