Wer ab und an einen McRib genoss, muss sich nicht schämen
Ein Blick auf das Gesamtsortiment zeigt jedoch ein größeres Bild: Die Speisekarte wird in diesem Jahr umfassend umgestaltet. Im Januar wurde ein festes Veggie-Angebot rund um den McVeggie und die McPlant Nuggets eingeführt, Ende September folgte eine neu gestaltete, runde McChicken-Variante nebst erweiterter Chicken-Linie.
Eine Abwandlung des Klassikers gibt es ebenfalls schon: den McRib Sweet Heat mit süß-scharfer Chilisauce, der für 2,99 Euro ausschließlich über die App erhältlich ist – allerdings nur temporär. Ob der ursprüngliche Burger später im Rahmen einer Aktion zurückkehrt, bleibt unklar.
Uwe Knop ist evidenzbasierter Ernährungswissenschaftler, der fundierte Orientierung für selbstbestimmte Ernährungsentscheidungen bietet. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle .
Seit dem Jahr des Mauerfalls 1989 war der McRib auf den deutschen Speisekarten dauerhaft vertreten – eine seltene Ausnahme im weltweiten Vergleich. In den USA, wo er Anfang der 1980er-Jahre entwickelt wurde, gab es ihn meist nur zeitweise.
Berichten zufolge entstand das Produkt damals, weil der enorme Erfolg der Chicken McNuggets zu Engpässen beim Hähnchenfleisch führte.
Die Lösung lautet: Schwein statt Huhn. So hielt sich die ursprüngliche Notlösung – ein Rippchen ganz ohne echten Knochen – länger auf der Speisekarte, als die Berliner Mauer stand.
Kein Geheimnis: zerkleinertes Schweinefleisch, in Rippenform gepresst, kombiniert mit BBQ-Sauce, Gurkenscheiben, Zwiebeln und serviert in einem länglichen Weizenbrötchen. Die Form diente rein der Optik; Knochen suchte man vergebens, den Kultstatus dafür umso weniger.
Unterm Strich war der McRib ein ganz gewöhnliches Fast-Food-Gericht aus Fleisch, Brötchen und Sauce. Enthalten vor allem viele Kalorien, das war es auch schon. Wer ihn gelegentlich genoss, musste daraus kein Ernährungsdrama machen.
Für die Figur war nicht ein einzelner Burger entscheidend, sondern die Ernährungsweise über einen längeren Zeitraum. Ob der McRib auf der Karte stand, änderte daran wenig. Natürlich bedauern treue Fans das Aus, in den sozialen Medien wird der Abschied sogar ausgiebig thematisiert.
"Endlich richtig essen: Mit gutem Gewissen ehrlich genießen - Vertraue auf Deine Ethik & Intuition" von Uwe Knop.
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