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Alexander Zverev gewinnt Finale der US Open

Die Zeit ·
Alexander Zverev gewinnt Finale der US Open

Alexander Zverev hat das Finale der US Open für sich entschieden. Der Hamburger setzte sich mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 gegen US-Amerikaner Ben Shelton durch. Nach 3:33 Stunden vollendete Zverev den Sieg mit seinem ersten Matchball und holte sich damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Er triumphierte als zweiter Deutscher nach Boris Becker 1989 im Einzel der Männer. »Wir haben 30 Jahre lang keinen Grand-Slam-Titel gewonnen und jetzt haben wir zwei in drei Monaten gewonnen«, sagte Zverev an sein Team gerichtet.

Nach vier glatten Siegen in Serie in diesem Turnier gab Zverev zwar wieder einen Satz ab, war aber in langen Grundlinienduellen der bessere Spieler. Anders als im verlorenen Wimbledonfinale gegen den nun verletzt fehlenden Jannik Sinner aus Italien dominierte der 29-Jährige das Duell mit dem US-Star Shelton im Arthur Ashe Stadium. »Im Moment genieße ich es sehr, Tennis zu spielen. Im French-Open-Finale war ich sehr gestresst, heute habe ich es einfach genossen, da draußen zu sein«, sagte Zverev.

Zu Beginn des Spiels war dem 23 Jahre alten Shelton die Anspannung sichtlich anzumerken. Per Doppelfehler gab er im ersten Spiel seinen Aufschlag ab. Nach einem gelungenen Volley des Publikumslieblings Mitte des ersten Satzes sprangen die Zuschauer jubelnd auf. Doch Zverev zeigte sich von der Stimmung unbeeindruckt. »Mir ist das egal«, hatte er vor dem Spiel im größten Tennisstadion der Welt gesagt.

Im Tiebreak präsentierte er sich hellwach. In langen Ballwechseln dominierte der Weltranglistenzweite seinen Gegner, führte schnell 5:0 und nutzte den Vorsprung souverän. Gegen Ende des dritten Durchgangs wackelte Zverev plötzlich wieder, sah sich drei Breakbällen gegenüber. Mit einem leichten Volleyfehler sorgte er für den Satzgewinn Sheltons, der US-Amerikaner heizte das Publikum noch einmal so richtig an. Zverev blieb unbeirrt, schaffte sofort wieder das Break im ersten Spiel.

Die kurioseste Szene fand nach seinem verwandelten Matchball statt. Der 29-jährige Zverev wollte weiterspielen, schaute verwundert auf die Anzeigetafel und riss erst dann jubelnd die Arme hoch. »Ich dachte, dass es 5:1 statt 6:2 steht«, sagte Zverev. »Er gewinnt zum ersten Mal die US Open und merkt’s nicht – bemerkenswert«, kommentierte Becker bei sporteurope.tv. »Das ist die Szene des Jahres für mich im Sport.«

In der Weltrangliste verbesserte sich Shelton auf Rang vier. Zverev bleibt die Nummer zwei, die erstmalige Übernahme des Spitzenplatzes rückt aber in Reichweite. Denn der in New York wegen Kniebeschwerden fehlende Spitzenreiter Jannik Sinner hat viele Punkte bis zum Saisonende zu verteidigen. Misslingt ihm das, ist Zverevs Sprung an die Spitze als zweiter Deutscher nach Becker realistisch.

Zverev verlängerte mit seinem 26. Turniersieg auch die Durststrecke einer Tennisnation: Seit dem 7. September 2003, dem US-Open-Triumph von Andy Roddick, warten die USA auf einen Grand-Slam-Champion im Männer-Einzel. Shelton präsentierte sich in New York stabil wie nie und warf im Viertelfinale Titelverteidiger Carlos Alcaraz raus.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zeit.de — der Inhalt gehört Die Zeit.

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