Prinz Harry über die Zeit nach dem Megxit - „Ich rutschte in eine Depression“
London (England) – So tief hat der britische Prinz Harry (42) lange nicht mehr in seine Seele blicken lassen. In einem neuen, jetzt veröffentlichten Interview spricht der Sohn von König Charles III. (77) über Depressionen, seine jahrzehntelange Trauer um seine Mutter Diana (†36) und eine Familienregel, die ihm heute Halt gibt.
Mit US-Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O’Connor (53) redet der Herzog von Sussex für eine Video-Lektion der MasterClass „Redefining Grief: Building Resilience Through Loss“ (übersetzt in etwa: Trauer neu verstehen: Wie man durch Verlust innere Stärke entwickelt) über seine psychischen Probleme. Aufgezeichnet wurde das Gespräch laut „People“ bereits im Sommer.
Nach dem sogenannten Megxit, seinem Ausstieg aus dem königlichen Leben und dem Weggang aus Großbritannien, sei es ihm mental sehr schlecht gegangen, berichtet Prinz Harry . Er erzählt: „Wir sind nach Kanada gezogen, um etwas Abstand von allem zu gewinnen und einfach nachdenken zu können. Schon zwei oder drei Tage, nachdem ich diese stressige Umgebung verlassen hatte, erlebte ich einen Adrenalinabfall, wie ich ihn noch nie zuvor gespürt hatte.“ Im Haushalt sei er damals „völlig nutzlos“ gewesen.
Ende 2019 zogen Prinz Harry, Meghan Markle und ihr damals wenige Monate alter Sohn Archie nach Vancouver Island in Kanada. Am 8. Januar 2020 veröffentlichten sie ihre überraschende Erklärung, sich als arbeitende Royals zurückzuziehen. In seiner Übergangswahlheimat Kanada fiel der Prinz in ein tiefes Loch. „Ich rutschte tatsächlich für etwa zwei Wochen in eine Depression und hatte das Gefühl, ohne Adrenalin nicht mehr funktionieren zu können“, so Harry. Der Grund: Nach Jahren unter enormem Druck habe sein Körper plötzlich heruntergefahren.
Emotionaler wird es auch, als Harry über seine verstorbene Mutter Diana spricht. Die Prinzessin von Wales starb 1997 bei einem Autounfall in Paris. Harry war damals erst zwölf Jahre alt. Im Rückblick sagt er: „Man würde denken, ich hätte die beste Hilfe der Welt gehabt. Ich bin schließlich ein Prinz. Aber ich trauerte immer noch und hatte keinen Platz für diese Gefühle.“
Nach Dianas Tod habe er fast zwei Jahrzehnte lang nicht geweint. „Ich war überzeugt, das sei Stärke. Aber das war es nicht“, erzählt Harry. Besonders belastend: Lange Zeit glaubte er, er müsse traurig bleiben, um seiner Mutter die Treue zu halten. „Ich fühlte mich schuldig bei dem Gedanken, glücklich zu sein.“ Erst durch eine Therapie habe sich seine Sichtweise verändert. Die wichtigste Erkenntnis? „Was ich herausfand, war, dass sie einfach wollte, dass ich glücklich bin.“
Heute steht für Harry die eigene Familie im Mittelpunkt: Ehefrau Meghan (45) und die gemeinsamen Kinder Archie (7) und Lilibet (5). Für sie hat er eine klare Regel: „Nicht mehr als zehn Tage weg von meiner Frau und meinen Kindern“, beschreibt er sein persönliches Prinzip.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Unterhaltung.